Pflügerwettbewerb in Kraak : An die Pflüge, fertig, los!

Es ist eine Frage der Einstellung, sagt Marcel Hartwig. Der Landwirt ist einer der Kandidaten des diesjährigen Pflügerwettbewerbs. Noch ist Trockenübung angesagt.
Es ist eine Frage der Einstellung, sagt Marcel Hartwig. Der Landwirt ist einer der Kandidaten des diesjährigen Pflügerwettbewerbs. Noch ist Trockenübung angesagt.

Leistungsprüfung in Kraak: Für Marcel Hartwig vom Hof Karp wird der diesjährige Wettbewerb um die beste Furche ein Heimspiel.

23-57693960_23-85279842_1481650574.JPG von
23. März 2018, 08:00 Uhr

Es wird eine Premiere für Marcel Hartwig. „Möglichst eine mit Erfolg“, sagt der Kraaker. Er ist einer der Kandidaten für den diesjährigen Pflügerwettbewerb der drei westlichen Bauernverbände. Am 14. April geht es in Kraak unter anderem um die beste Furche.

Gastgebender Betrieb ist in diesem Jahr Hof Karp – gleichzeitig auch Arbeitgeber von Marcel Hartwig. Umso größer ist die Anspannung im Vorfeld. „Es will sich ja niemand blamieren, schon gar nicht bei einem Heimspiel“, sagt der 39-Jährige. Sein berufliches Fundament liegt im Bereich der Landwirtschaft. Nach der Ausbildung zum Landwirt hat Marcel Hartwig aber auch andere Berufsfelder erobert. Er arbeitete als Schlosser, fuhr Lastwagen und war sogar als Selbstständiger in der Solarbranche in Spanien und England tätig. Die Wirtschaftskrise forderte ihn nach einigen Jahren auf, nach neuen Wegen zu suchen.

Blick ins Programm: Mehr als nur ein Kräftemessen
  • Ausrichter sind die Bauernverbände Ludwigslust, Parchim und Nordwestmecklenburg.
  • Der Wettbewerb findet am 14. April in Kraak statt.
  • Eröffnung durch Schirmherr, Landrat Rolf Christiansen und Jagdhornbläser um 9.15 Uhr.
  • Startschuss ist um 10 Uhr.
  • Kategorien: Beetpflug, Drehpflug und Azubis
  • Innerhalb von zwei Stunden müssen die Teilnehmer eine vorgegebene und exakt eingemessene Parzelle fachgerecht pflügen.
  • Oldtimerpflügen: 12 Uhr
  • Eine Händlermeile bietet regionale Produkte und Handwerk.
  • Anmeldungen für Händler und Pflüger möglich unter Tel. 03874/29004

Marcel Hartwig kam wieder zurück nach Mecklenburg – und zurück zu seinen landwirtschaftlichen Wurzeln. Aus anfänglichen Gelegenheitsfahrten für Hof Karp wurde nach kurzer Zeit eine Festanstellung. Ein Schritt, den der Landwirt bis heute nicht einen Tag bereut hat. „Die Arbeit hier ist mein Ding. Und Herausforderungen reizen mich. Deswegen bin ich wohl auch beim Pflügerwettbewerb dabei“, erzählt der Kraaker und widmet sich dem eigentlichen Arbeitsgerät: einem Aufsatteldrehpflug.

Der Hochkaräter in Blau trägt den klangvollen Namen „Diamant 11“. Glitzernd und funkelnd ist an ihm eigentlich nichts. Umso mehr leuchten dafür die Augen von Marcel Hartwig, wenn er von den Raffinessen der Maschine spricht. Neben einem großen Freiraum zwischen Pflugturm und Drehwerk für eine gute Manövrierfähigkeit verfügt er über Scharen in Form von Streifenkörpern statt der üblichen Streichblätter. „Nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch sinnvoll“, sagt der Landwirt.

Doch die Ausstattung allein macht noch keinen Sieger, weiß Marcel Hartwig. Derzeit ist eher mentale Vorbereitung statt aktives Üben auf dem Feld angesagt. „Noch gibts nur Schlamm statt Scholle auf dem Acker. Wir warten auf regen- und frostfreie Zeiten“, schiebt er hinterher. Pflügen gehöre zwar zum Aufgabenprofil auf Hof Karp, doch die Anforderungen bei so einem Wettbewerb seien „eine andere Hausnummer“, so der Kraaker. Seine erste Furche zog er 1996. „Wir machen mehr in diesem Bereich, um Pflanzenschutzmittel einzusparen.“ Die tägliche Arbeit auf dem Feld und die Wettbewerbsbedingungen seien zwei Paar Schuhe.

Nachhilfe gibt es zudem von einem Pflüger-Profi. Einen Tag will Marcel Hartwig noch zusätzlich als Übungseinheit investieren. „Dann werden wir sehen, ob es reicht“, sagt er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen