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Erstmals Frau an der Spitze : Amtsgericht hat nun eine Chefin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Monika Köster-Flachsmeyer leitet die Schweriner Justizbehörde / Um- und Neubauten des Hauses sollen folgen

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die ersten 100 Tage im Amt hat die neue Direktorin des Schweriner Amtsgerichts fast geschafft. Es fehlen mit dem heutigen Tag noch fünf. Monika Köster-Flachsmeyer hat sich schon eingelebt, wie sie gestern bei ihrer offiziellen Amtseinführung erklärte. Sie sei angekommen in Schwerin. Um das und auch ihren Start in Schwerin zu feiern, hatten sich zahlreiche Gäste aus den juristischen Reihen des Landes im Schweriner Amtsgericht eingefunden. Justizministerin Uta-Maria Kuder freute sich über die neue Besetzung, denn Monika Köster-Flachsmeyer war bereits vor zweieinhalb Jahren nach MV gekommen: „Sie haben mein Haus und mich ganz persönlich von Ihren vorzüglichen Qualitäten überzeugt“, sagte Kuder und betonte, dass Monika Köster-Flachsmeyer die erste Frau ist, der jetzt die Leitung des Schweriner Amtsgerichts übertragen wurde. Neben vielen guten Wünschen hatte Kuder auch gute Nachrichten im Gepäck: „Auch Schwerin soll sein Justizzentrum bekommen. Ich hoffe, dass wir am Demmlerplatz im Jahr 2018 mit den Umbauten beginnen können. Derzeit wird der Plan in der Landesregierung beraten.“ Kuder sprach auch über die Vorteile. So wären in einem Justizzentrum neben dem Land- und dem Amtsgericht auch das Sozialgericht, das Verwaltungsgericht sowie das Arbeitsgericht untergebracht. Justizzentren hätten sich bewährt. In Neubrandenburg und Greifswald seien bereits heute mehrere Gerichtsbarkeiten räumlich konzentriert. In Rostock und Stralsund werden die Justizzentren gerade ausgebaut. Für die gesamte Baumaßnahme Justizzentrum Schwerin werden Kosten in Höhe von knapp 24 Millionen Euro geschätzt.

Monika Köster-Flachsmeyer freut sich auf die Umbauten: „Die jetzige Containerlösung ist eher bescheiden“, versucht sie es freundlich zu formulieren. Die gebürtige Dortmunderin will auch die Wünsche von Hartmut Wollenteit umsetzen. Der städtische Amtsleiter überbrachte ihr nicht nur Glückwünsche der OB und positive Rückmeldung aus dem Gesundheitsamt in Bezug auf den Bereich Betreuungsrecht, sondern wünschte sich, dass die neue Direktorin des Amtsgerichts ihren Lebensmittelpunkt nach Schwerin verlegt.

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