Die größte Baustelle von Crivitz : Amtsanbau wächst

Baubesprechung vor Ort: Architekt Frank Albers spricht mit Andreas Jantzen (r.) von der Baufirma BDM Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen die nächsten Arbeiten ab. Fotos: Heidrun Pätzold (3)
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Baubesprechung vor Ort: Architekt Frank Albers spricht mit Andreas Jantzen (r.) von der Baufirma BDM Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen die nächsten Arbeiten ab. Fotos: Heidrun Pätzold (3)

Bauarbeiten liegen im Zeitplan, die Kosten sind im Rahmen: Zum Jahresende sollen die Räume bezugsfertig sein

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30. August 2016, 23:33 Uhr

Der Rohbau steht, die Arbeiten für Heizung, Sanitär und Elektrik – die so genannten technischen Vorinstallationen – sind abgeschlossen. In den Räumen des Dreigeschossers mit einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern liegen die Heizungsschlangen und die Kabel. Jetzt wird der Estrich eingebaut. Das dauere noch bis zu zwei Wochen, blickt Frank Albers vom beauftragten Architektenbüro aus Gädebehn voraus. Dann wird die Fußbodenheizung langsam hochgefahren, so dass der Estrich schneller trocknet und die Maler kommen können. In den Arbeitszimmern wird Malervlies aufgetragen, die Nebenräume werden gestrichen. „Wir gehen davon aus, dass die Maler bis Jahresende zu tun haben werden“, erklärt der Architekt. Für die Treppen werden die Geländer in der Rubower Werkstatt der Metallschlosserei Majcherek schon vorgefertigt.

Zum Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen, der Anbau bezugsfertig sein. Dann ziehen einige Mitarbeiter vom alten Verwaltungsgebäudes in den neu errichteten Anbau. Denn: Im bestehenden Gebäudeteil sind noch Renovierungsarbeiten eingeplant. So müssen die Räume gemalert, der Teppichfußboden nach nahezu 20 Jahren ausgewechselt werden. Und auch einige kleinere Umbauten sind geplant. Zum Beispiel entsteht im unteren Flurbereich zusätzlich ein kleiner Besprechungsraum.

Beendet hingegen sind die Bauarbeiten im unmittelbaren Übergangsbereich, die mit Lärm und Schmutz verbunden waren. Hier mussten zum Teil tragende Wände abgerissen und neue errichtet werden. Denn der alte Amtsbau und der neue Anbau wurden verknüpft.

„Das war eine deutliche Belastung für die Mitarbeiter, aber auch für die Bürger, die ins Amt kamen“, erinnert Amtsvorsteherin Heike Isbarn. Schwierige Baumaßnahmen wurden außerhalb der Sprechzeiten verlegt. Unterm Strich, so Isbarn, habe aber alles gut geklappt.

Die Arbeiten wurden auf 34 Einzellose für 35 Gewerke übertragen. So sollten auch kleinere Firmen aus der Region eine Chance haben, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen. Eine Ausschreibung wird derzeit vorbereitet: Dabei geht es etwa um Außenanlagen, Büroausstattung, Sonnenschutz, Verkleidung des Erkers.

Das Amtsgebäude erhält eine neue Zuwegung, denn der Haupteingang wird verlegt – an die Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau. Der jetzige Eingangsbereich bleibt als Nebeneingang und Fluchtweg erhalten.

Froh sind der Architekt und die Amtsvorsteherin, dass es während der Bauphase zu keinen unliebsamen Überraschungen gekommen ist. Dass die Pfahlgründung, die im November vorigen Jahres erfolgte, wegen des morastigen Untergrundes nicht leicht sein würde, haben alle Beteiligten gewusst. Sie wurde termingerecht im alten Jahr beendet.

Seit zwei Monaten kann der neu geschaffene Mitarbeiter-Parkplatz in der Parchimer Straße genutzt werden. 44 Stellplätze stehen bereit. In der Carport-Anlage haben drei Dienstfahrzeuge Platz, zwei Autos gibt es derzeit. Apropos Parkplatz. Sind die Bauarbeiten beendet, wird auch der Besucherparkplatz mit 41 Plätzen wieder komplett zur Verfügung stehen. Derzeit dient ein Teil dieser Fläche als Baufeld.

Aber nicht nur die Termine liegen im Zeitrahmen, auch die Kosten halten sich im vorgegebenen Rahmen, betont Heike Isbarn. „Wir hatten und haben sie laufend im Blick.“ Insgesamt sind für den Anbau 3,18 Millionen Euro eingeplant, davon sind 2,31 Millionen Euro Fördermittel vom Land. „Das ist eine sehr gute Förderung“, so Isbarn, „und ein Zeichen, dass das Land die Ämterfusion unterstützt.“

Die Einweihung des Erweiterungsbaus ist im März mit einem Tag der offenen Tür geplant. Mit dem Neubau stehen dann insgesamt knapp 80 Arbeitsplätze zur Verfügung.

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