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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 23:02 Uhr

Beschwerden : Ampeln nerven die Schweriner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt hat den Bericht des Beschwerdemanagements für 2016 vorgelegt – fast 1000-mal wandten sich Bürger an die Verwaltung

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Das Ideen- und Beschwerdemanagement der Stadtverwaltung hatte 2016 so viele Vorgänge zu bearbeiten, wie nie zuvor. Mit 995 Eingaben waren es rund 200 mehr als ein Jahr zuvor. Und das, obwohl auch noch über das Klarschiff-Projekt im Internet durch die Bürger Hinweise gegeben werden können. Die Statistik legte jetzt Oberbürgermeister Rico Badenschier auf betreiben der CDU-Fraktion vor.

Im Gegensatz zu den Vorjahren waren 2016 vorrangig Beschwerden der Grund für eine Kontaktaufnahme der Bürger mit dem Ideen- und Beschwerdemanagement. Sie hatten einen Anteil von 35 Prozent an der Gesamtzahl der Vorgänge. Allein über den Winterdienst beschwerten sich die Bürger 20-mal.

An zweiter Stelle rangierten Mängelhinweise. Ihr Anteil ist mit 26 Prozent leicht rückläufig. Das liegt möglicherweise aber an der Einführung des Klarschiff-Portals, mutmaßt die Verwaltung.

Auskünfte waren, wie schon 2015, der dritthäufigste Grund für eine Kontaktaufnahme mit dem Beschwerdemanagement. Ihr Anteil: 20 Prozent.

Seit drei Jahren rückläufig sind die Bitten der Bürger um Hilfe und Unterstützung. Ihr Anteil liegt jetzt nur noch bei acht Prozent. Und Anregungen und Ideen kommen auch immer weniger bei der Verwaltung an. Auch dafür könnte das Klarschiff-Portal der Grund sein.

Erfreulich in der Statistik: Es gibt wieder mehr Lob und Dank der Bürger. Zwar äußern sich nur fünf Prozent der Schweriner entsprechend, doch die Tendenz zeigt nach oben. Es kommt vor, dass nach der Beantwortung eines Hinweises oder einer Beschwerde ein Dankeschön kommt, freut sich die Verwaltung in ihrem Bericht.

Die meisten Meldungen erfolgen bei den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS), gefolgt vom Verkehrsmanagement und der Ordnungsbehörde. Höchst selten haben sich die Schweriner an die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft (WAG) und an die Stadtentwicklung und die Wirtschaftsförderung gewandt.

Der Bericht des Oberbürgermeisters zum Beschwerdemanagement enthält auch einige exemplarische Beispiele, womit sich die Bürger an die Verwaltung wenden. So bemängelte eine Anwohnerin der Hafenpromenade, dass die dort aufgestellten Sitzbänke als Skateboardrampen genutzt werden. Nicht nur, dass die Bänke Schaden nehmen, es ist auch laut. Die SDS veranlassten, dass so genannte Stopper an den Bänken angebracht werden, so dass zumindestens an dieser Stelle kein Lärm mehr entstehen kann.

Manchmal ist es aber offensichtlich mühsam, einer Beschwerde nachzugehen. So hatte ein Bürger eine Schmuddelecke gemeldet – die wurde durch städtische Mitarbeiter aber zunächst nicht gefunden. Einen Vor-Ort-Termin lehnte der Bürger ab. Erst eine nochmalige Suche in der näheren Umgebung des bezeichneten Ortes führte zum Erfolg. Zusätzliche Schwierigkeit: Der Dreck lag auf drei Grundstücken, die alle unterschiedlichen Eigentümern gehören. Die wurden dann aufgefordert, den Unrat zu entfernen. Die Verwaltung weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass der Ort eines Missstandes genau bezeichnet werden soll. Weitere Beschwerden bezogen sich auf ungepflegte Grünflächen, verschlossene Toiletten und marode Turnhallen.

Nach Themen sortiert gibt es die wenigsten Beschwerden über Straßenmusik und Kulturveranstaltungen. Am häufigsten geht es um Spielplätze, Grünanlagen, Verkehrsplanung und Ampelschaltungen.

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