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„Das zeige ich meinen Gästen“ : Am See ist es am schönsten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer in Flessenow Camping-Urlaub macht, der will vor allem eins: schnell zum Wasser

svz.de von
erstellt am 16.Jul.2017 | 23:36 Uhr

Wenn einer eine Reise tut, dann will er was erleben. Und auch sehen. Schöne Orte gibt es genug in Schwerin und Umgebung. Manche sind ganz leicht zu entdecken, andere sind ein Geheimtipp. „Das zeige ich meinen Gästen“ – so heißt unsere Sommerserie, in der wir Menschen aus Mecklenburg vorstellen, die ihren Besuchern die Stellen zeigen, an denen sie sich selbst auch besonders wohl fühlen.

Johne Grit hat gepackt. Sieben Tage lang war sie mit Mann, Tochter und Wohnwagen auf dem Seecamping-Platz in Flessenow. Jetzt geht es für die Familie aus dem erzgebirgischen Aue weiter Richtung Müritz. Mit im Gepäck: schon jede Menge schöner Eindrücke aus Mecklenburg. „Wir waren hier viel unterwegs“, sagt die 39-Jährige, erzählt von den Tagesfahrten nach Rostock, Schwerin, Wismar und auf die Insel Poel. Doch für ein ganz besonderes Vergnügen brauchten sich die Grits weder ins Auto noch aufs Fahrrad zu setzen. Ein Bad im Schweriner See, das gab es nur ein paar Meter entfernt. „Unsere elfjährige Tochter mochte besonders die Badestelle an der Rezeption“, sagt Johne Grit.

Hoch gewachsene Erlen stehen links und rechts des kleinen Weges, der zum See führt. Direkt am Ufer lassen knorrige Weiden ihre Äste hängen. Wer hier ins seichte Wasser steigt, der hat lange Boden unter den Füßen. „Eigentlich bis zu den Schwänen“, sagt Marc Elshout und zeigt auf das Federvieh, das einige hundert Meter entfernt auf dem See schwimmt. Entlang des Ufers gibt es alle paar Meter eine kleine Badestelle. Gleich neben dem Campingplatz gelegen kann hier jeder baden, der will. Der Bereich ist öffentlich, Campingplatz-Betreiber Marc Elshout und die Leute von der Jugendherberge gleich gegenüber halten den Bereich in Schuss. Viele Einheimische kommen an diese Badestelle. Auch etliche Schweriner zieht es an den pittoresken Ort. „Diesen Platz hier empfehle ich auch meinen Gästen besonders gerne“, sagt Elshout. Abends, wenn die Sonne untergeht, dann nimmt er sich manchmal ein bisschen Zeit und schaut aufs Wasser. Links ist die Silhouette von Schwerin mit Dom und Fernsehturm zu sehen, direkt auf der anderen Seeseite liegt das Schloss Wiligrad derzeit versteckt hinter sommergrünen Bäumen. „Da drüben müsste eigentlich mal ein Schiffsanleger hin. Vielleicht klappt es ja mal irgendwann damit“, hofft er und macht sich dann wieder auf den Weg zum Campingplatz. Die Arbeit wartet.

Marc Elshout ist seit 1995 Betreiber des Campingplatzes. Zu tun haben der Niederländer und seine Mitarbeiter genug, denn acht Hektar mit 250 Stellplätzen wollen gepflegt, Rezeption und Café besetzt werden. Es ist Hauptreisezeit, jetzt kommen die Caravan-, Wohnwagen- oder Zelt-Touristen, die in der verregneten und viel zu kühlen Vorsaison ausgeblieben sind. Gerade erst hat der 47-Jährige eine neue Touristen-Broschüre ausgelegt. „Die Blaue“ heißt das Faltblatt vom Tourismusverein Schweriner Seenland, dessen Vorsitzender Elshout ist. Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen, Infostellen und Gaststätten rund um den Schweriner See sind übersichtlich aufgeführt. Eine gute Orientierungshilfe auch für seine Besucher, die vornehmlich aus Deutschland und den Niederlanden kommen.

Auf Elshouts Campingplatz gibt es noch eine zweite Badestelle, die am Bootssteg. „Auch sehr beliebt“, weiß Elshout. Bei der Familie Grit aus Aue auch. „Da haben mein Mann und ich gerne gebadet“, sagt Johne Grit. Um die zwölf Jahre war es her, dass sie nicht mehr in Mecklenburg gewesen ist.

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