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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 08:37 Uhr

Schwimmhalle : Am Schweriner Fliederberg naht das Ende

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Schwimmhalle in Lankow soll endgültig abgerissen werden – ein Bürgerbegehren für den Erhalt steht vor dem Scheitern

von
erstellt am 08.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Die Tage der Schwimmhalle am Fliederberg sind gezählt. „Ich habe bisher nur den Abrissbeschluss der Stadtvertretung“, sagt Berge Dörner, Projektmanager für den Bau der neuen und den Abriss der alten Schwimmhalle. Am 25. Januar wird es deshalb eine große Abschiedsparty für die Halle in Lankow geben. Wann die Bagger rollen, steht allerdings noch nicht fest. „Bis zum Ende der Winterferien wird die Lankower Schwimmhalle noch für das Vereinsschwimmen genutzt“, so Dörner.

Eine wie auch immer geartete Rettung der Lankower Schwimmhalle hat sich damit offenbar zerschlagen. Hatte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow in ihrem Wahlkampf noch versprochen, beide Schwimmhallen – die auf dem Dreesch und die in Lankow – zu erhalten, hat die Finanzlage der Stadt sie aber eines Besseren belehrt. So kam es zum Neubau der Halle an der Schwentnerstraße und zur Aufgabe der Halle am Fliederberg.

Auch die Idee eines Schweriners, die Lankower Schwimmhalle zu kaufen und als Sport- und Mehrzweckhalle zu betreiben (SVZ berichtete), hat sich erledigt. Nicht nur, weil die Finanzierung durch den Interessenten nicht eindeutig dargelegt werden konnte. Er wollte mit der Stadt auch eine so genannte privat-öffentliche Partnerschaft eingehen. Doch die würde das Innenministerium gar nicht genehmigen. Außerdem: Das Gebäude muss nicht einfach nur saniert werden. Es ist „statisch zu ertüchtigen“. Das kostet erheblich mehr. Was eine Finanzierung nur noch fraglicher werden lässt.

Die Diskussion um die Schweriner Schwimmhallen läuft schon seit mehr als zehn Jahren. Hieß es zunächst noch, dass an den Belasso-Sportpark eine Schwimmhalle angebaut werden soll, so führte die Diskussion ab 2005 in Richtung der Sanierung der beiden vorhandenen Hallen. Dazu gab es im ersten Halbjahr auch ein Bürgerbegehren, das 13 000 Bürger unterschrieben hatten. Die Stadtvertretung beschloss daraufhin: „Beide Schwimmhallen werden bis zum 31. Dezember 2012 saniert.“ Doch diesen Beschluss hat die Volksvertretung nach zwei Jahren, der Bindungsfrist für das Bürgerbegehren, geändert. Der jetzige Stand wurde beschlossen – eine neue Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch und Abriss der Lankower Halle.

Dagegen macht Jan Szymik mobil. Der ehemalige Stadtvertreter hat ein neues Bürgerbegehren für den Erhalt der Lankower Schwimmhalle auf den Weg gebracht. 4000 Unterschriften muss er dafür sammeln. Bisher hat er allerdings erst 2000 zusammen bekommen. Die Folge: Szymik resigniert. „Während ich Anfang 2014 noch vielfach beim Sammeln der Unterschriften unterstützt wurde, insbesondere von den Sportvereinen und der Apotheke im Ärztehaus Lankow, hat diese Unterstützung seit Herbst leider nachgelassen. Somit gehe ich mittlerweile davon aus, dass ich bis zum Abriss die erforderlichen Unterschriften leider nicht mehr zusammen bekommen werde.“ Der Schweriner möchte aber, dass beispielsweise die Schwimmbecken erhalten und als Freibad genutzt werden. „Diese und andere Alternativen halte ich für prüfenswert und wünsche mir hierfür politische Unterstützung.“ Die aber ist derzeit nicht in Sicht .

 

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