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Leser des Monats : „Am liebsten lese ich den Lokalteil“

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trautel und Eckhard Schwaß lesen seit 1968 die Schweriner Volkszeitung und heben sogar besonders schöne Artikel in Ordnern auf

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erstellt am 29.Mai.2015 | 16:00 Uhr

Die Haustür öffnet sich. Trautel und Eckhard Schwaß gucken freudestrahlend heraus. „Ein bisschen aufgeregt bin ich ja schon“, sagt Trautel Schwaß leise. Denn heute kommen Leute von der Zeitung ins Haus. Und nicht, um etwa unangenehme Fragen zu stellen, sondern um sich zu bedanken. Denn das Ehepaar liest seit 1968 die Schweriner Volkszeitung – und das mit Begeisterung, wie die 68-Jährige Rentnerin verrät.

„Wir haben 1968 geheiratet und seither bekommen wir auch die SVZ“, erzählt die gelernte Gärtnerin, die ihren Mann in der Lehre in der Schlossgärtnerei kennenlernte. Denn in der DDR wäre es üblich gewesen eine Zeitung zu abonnieren. „Später haben wir dann auch für unsere Jungs die Junge Welt geliefert bekommen“, sagt die zweifache Mutter. Die Kinder sollten früh ans Zeitungslesen herangeführt werden.

Das Erste, was Trautel Schwaß morgens macht, ist die Zeitung reinholen. „Und dann beginne ich mit dem Kinderkreuzworträtsel“, erklärt die Schwerinerin. Danach komme dann das Rätsel für die Großen dran, für das sie auch dann und wann mal ein Kreuzworträtsellexikon benutze.„Zu DDR-Zeiten gab es so eine Hilfe ja noch nicht. Da habe ich mir ein kleines Heft angelegt und mir selbst so ein Hilfebüchlein gebastelt“, sagt sie stolz.

Erst wenn die Rätsel gelöst sind, liest sie die Zeitung. Und am liebsten den Schweriner Lokalteil. Dann stehe Hausarbeit, oder was sonst so anfällt, auf dem Plan. „Und nach dem Mittag lese ich weiter. Ich verzichte gerne auf ein Mittagsschläfchen und lese stattdessen die Zeitung“, berichtet die Rentnerin begeistert. Ihr Mann lese die Zeitung auch gerne. „Aber nicht ganz so ausführlich wie meine Frau“, verrät Eckhard Schwaß mit einem Augenzwinkern. Denn Trautel Schwaß sammelt sogar Artikel aus der SVZ. Sie zieht zwei Ordner aus dem Wohnzimmerschrank und präsentiert stolz die fein säuberlich ausgeschnittenen und eingeklebten Berichte, Nachrichten, Fotos und Artikel. Besonders Geschichten in und über Schwerin haben es der Rentnerin angetan.

„Ich sammle aber auch Ansichtskarten, Briefmarken und Glocken“, berichtet Schwaß. Briefmarken habe sie etwa acht Alben voll, kleine Porzellanglocken etwa 80 Stück. Besonders stolz sei sie auf ihre Kartensammlung, denn sie hat seit 1961 bereits mehr als 13 000 aus aller Welt zusammenbekommen. „Ich habe sie alle nach Ländern sortiert“, fügt die 68-Jährige mit einem Schmunzeln hinzu.

 

 

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