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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 09:59 Uhr

Leezen : Altes Hotel in Leezen wird neu belebt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Diakoniewerk Neues Ufer Rampe will Gebäude am Dorfrand von Leezen umbauen: 35 Plätze für Menschen mit Behinderung entstehen

von
erstellt am 01.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Bauschutt-Container am ehemaligen Hotel in Leezen: Seit Anfang April sind hier Männer der Firma Baudienstleistungen René Kolewe aus Lützow dabei, das Gebäude zu entkernen. „Damit haben wir die nächsten Tage noch voll zu tun“, sagt Sandro Bohnhoff, der mit seinen Kollegen Christian Hameister und Andy Brandt vor Ort ist.

Das einstige Hotel am Dorfrand muss erst einmal komplett entkernt werden, damit es umgebaut werden kann. Und das auf drei Etagen: im Erdgeschoss, im Obergeschoss und im Dachgeschoss. Mit der Baugenehmigung wird nach Pfingsten gerechnet. Derzeit laufe die Ausschreibung für die Umbauarbeiten, informiert Frank Albers vom gleichnamigen Architekturbüro aus Gädebehn, das das Projekt entwickelte.

In dem Gebäude sollen Wohneinrichtungen für 35 Behinderte entstehen. Bauherr ist das Diakoniewerk Neues Ufer Rampe. Geschäftsführer Thomas Tweer: „Wir schaffen keine zusätzlichen Plätze, sondern wollen die Wohn- und Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung verbessern.“ Das Diakoniewerk betreibt sieben Einrichtungen in und um Schwerin, in denen insgesamt 152 Menschen mit Behinderung leben. 35 werden nach dem Umbau, der Anfang nächsten Jahres fertig sein soll, hier einziehen. In dem Zusammenhang wird die Einrichtung in Böken mit zwölf Plätzen gänzlich geschlossen, so Tweer.

Es sind unterschiedliche Wohnformen vorgesehen. Entstehen sollen drei Wohngruppen für insgesamt 21 Bewohner und sieben Wohnungen für 14 Bewohner. Alle Wohnungen, einige sind auch für Rollstuhlfahrer gedacht, werden barrierfrei gestaltet. Im Erd- und Obergeschoss soll es Gemeinschafts- und Therapieräume geben.

Während sich das Innere des Hauses erheblich verändern wird, bleibt die Außenansicht im Wesentlichen erhalten. Nur die Rückfront wird sich verändern. Denn hier soll ein Laubengang errichtet werden, der im Erdgeschoss den Zugang zu den Wohnungen ermöglicht. An der Außenwand wird ein Fahrstuhl montiert, mit dem die Behinderten ins Obergeschoss beziehungsweise ins Dachgeschoss kommen.

Das Domizil in Leezen ist eine offene Einrichtung, betont Geschäftsführer Tweer. Die Bewohner werden Teil der Dorfgemeinschaft sein und können alle Einrichtungen im Ort nutzen. Günstig sei es zum Beispiel, dass ein Einkaufsmarkt ganz in der Nähe ist. Die Kosten für den Umbau werden auf 2,2 bis 2,3 Millionen Euro geschätzt.

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