Demen : Altes Haus wird neuer Dorfladen

Mit einem kleinen Präsent dankten Bürgermeisterin Heidrun Sprenger und ihr Stellvertreter Günter Möller dem Demener  Peter Zapf, der für den erkrankten Gemeindearbeiter einsprang.
Mit einem kleinen Präsent dankten Bürgermeisterin Heidrun Sprenger und ihr Stellvertreter Günter Möller dem Demener Peter Zapf, der für den erkrankten Gemeindearbeiter einsprang.

Demen will bestehendes Gebäude in Eigenregie umbauen – mit Hilfe von Handwerkern aus dem Ort und der Unterstützung von Sponsoren

von
12. Januar 2016, 12:00 Uhr

Wenn das kein gutes Zeichen ist: Demen kann nach einigen Jahren erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. „Wir haben ihn lange vorbereitet und konnten ihn auf der letzten Sitzung im Dezember verabschieden. Er bildet die Grundlage für unsere Arbeit“, sagte Bürgermeisterin Heidrun Sprenger beim Neujahrsempfang am Wochenende im Gerätehaus der Feuerwehr. Und sie fügte an: Bis auf das Vorhaben Kita-Neubau wurden alle Wunschprojekte in die Haushaltsplanung aufgenommen.

Dazu gehört die Sanierung der alten Dorfschule. Die Räume in dem Gebäude nutzt der Seniorenverein, die Bibliothek ist hier untergebracht und auch das Büro der Bürgermeisterin. Das Problem: Es gibt keinen Wasseranschluss und keine Toilette. Die Senioren treffen sich trotzdem regelmäßig hier, denn andere größere Räumlichkeiten im Dorf stehen nicht zur Verfügung. Einzig die Praxis der Physiotherapie ist mit Wasseranschluss und Toilette ausgestattet. Das habe die Praxisinhaberin auf ihre Kosten machen lassen. Die Baugenehmigung für die dringende Sanierung der alten Dorfschule liege vor, sagte die Bürgermeisterin. „Wir warten auf Fördermittel. Ohne diese können wir nicht anfangen.“

Ein anderes wichtiges Projekt ist der Dorfladen mit kleinem Café. Die Gemeinde will das separate Gebäude, das früher zur Dorfschule gehörte, in Eigenregie dafür herrichten – mit Hilfe von Handwerkern aus dem Dorf und mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren. Mehrere tausend Euro seien zusammengekommen, erklärte Heidrun Sprenger. Auch Material sei gesponsert worden. Die Gemeinde selbst will 6000 Euro beisteuern und hofft, im Frühjahr den Dorfladen eröffnen zu können. Ein Betreiber steht schon bereit. Derzeit wartet die Kommune auf die Baugenehmigung für die Umnutzung. Im Blick haben die Demener auch den Badesteg am Tiefen See, der aber nur mit Zuschüssen neu gebaut werden kann. Auch hier wird auf die Fördermittel gewartet.

Für die Umrüstung der Straßenleuchten auf moderne LED-Lampen stehen im Haushalt 10 000 Euro bereit. Gefördert wird das Projekt nicht, dafür sei es nicht kostenintensiv genug.

Weil der Kita-Neubau vorerst nicht möglich ist, muss das jetzige Gebäude in der Siedlung am Ziolkowskiring auf Vordermann gebracht werden. Denn in den zurückliegenden Jahren sei hier wenig gemacht worden. Jetzt habe Demen annähernd 10 000 Euro für die Instandsetzung im Haushalt eingestellt. „Wir müssen am Gebäude dringend etwas machen, auch wenn wir langfristig planen, die Kita vom Ziolkowskiring ins Dorf zu holen. Der Bauantrag ist zwar genehmigt, aber Fördermittel für einen Neubau nicht bewilligt worden. Aber ein solches Projekt könne die Kommune ohne Unterstützung gar nicht stemmen, betonte die Bürgermeisterin.

Beim Neujahrsempfang am Sonnabend dankte sie den Erzieherinnen ausdrücklich für deren Arbeit, die derzeit ohne Kita-Leiterin auskommen müssen, weil diese seit Monaten krankheitsbedingt ausgefallen ist.

Verstärkung werde demnächst der Demener Gemeindearbeiter erhalten, informierte die Bürgermeisterin. Ein zweiter Mann wird ihm zur Seite stehen, der sich auch um Ordnung und Sauberkeit der Turnhalle kümmert und Hausmeisterarbeiten für die Kita übernehmen wird. Der neue Mitarbeiter werde stundenweise beschäftigt, die Maßnahme vom Jobcenter gefördert. Im Gegenzug trennt sich die Gemeinde von einer Kraft, die bislang die Turnhalle gereinigt hatte.

Weil der Gemeindearbeiter für einige Zeit aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist, übernahm eine Vertretung die Arbeit: Peter Zapf. Ihm dankte die Bürgermeisterin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen