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Generationswechsel : Alterspräsident ist 56 Jahre jung

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sportvereins-Chef Hans-Heinrich Uhlmann vereidigte Bürgermeister Helmut Haberer: Beide seit 21 Jahren im jeweiligen Ehrenamt aktiv

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 23:19 Uhr

Dass in der Gemeindevertretung von Dalberg-Wendelstorf der Generationswechsel vollzogen ist, machte die konstituierende Sitzung mehr als deutlich: Ein 56-Jähriger fungierte als Alterspräsident: Hans-Heinrich Uhlmann von der CDU. „Alle sieben gewählten Gemeindevertreter stehen mitten im Leben, sind berufstätig und engagieren sich dennoch gern in unserer Gemeinde“, betont Uhlmann, der als Geschäftsführer des Crivitzer Krankenhauses auch im Job voll gefordert ist. Aus der Reihe fällt eigentlich nur eine Person: Bürgermeister Helmut Haberer. Denn der 65-jährige, ehemalige Polizist ist bereits im Ruhestand. „Ich habe dennoch einen Full-Time-Job“, sagt Haberer halb im Scherz, halb im Ernst. Schließlich ist der Dalberger nicht nur Bürgermeister, sondern auch Vorsteher des Amtes Lützow-Lübstorf. Auch das zweite Ehrenamt will der 65-Jährige gern noch die nächsten fünf Jahre ausfüllen. Am Montagabend ist er wiedergewählt worden. Haberer macht aber kein Geheimnis daraus, dass es für ihn die letzte Amtsperiode sein wird – in beiden Ehrenämtern.

Bei der Vereidigung des Bürgermeisters durch den neun Jahre jüngeren Alterspräsidenten stellten beide Männer fest, dass sie vor inzwischen 21 Jahren wichtige Ehrenämter in Dalberg übernommen haben. Helmut Haberer wurde 1995 zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Hans-Heinrich Uhlmann rückte im gleichen Jahr an die Spitze des Sportvereins Dalberg. „In der Gemeindevertretung setze ich mich aber nicht nur für die Sportler ein“, betont Uhlmann. Die Kommunalpolitiker der Gemeinde haben alle Vereine und alle Ortsteile gleichermaßen im Blick. „Und das schon immer“, unterstreicht Haberer. Denn auch die Feuerwehr, die „Lustigen Dalberger“ und die direkt von der Gemeinde organisierten Freizeitangebote seien für das Zusammenleben wichtig.

Wie das Miteinander organisierten werden kann, zeigt sich auch an den beiden Treffpunkten in der Gemeinde: So wurde aus den alten Umkleideräumen des Sportvereins ein Dorfzentrum gemacht, das allen offen steht. Die freiwillige Feuerwehr wiederum hat ihren Räume in Wendelstorf, das Gebäude ist zudem Treffpunkt für Einwohner aus diesem Ortsteil. Das wichtigste Dorffest steigt immer innerhalb der Sportwoche, die traditionell im Juni stattfindet.

Beim Start in die neue Wahlperiode ging der Blick auch voraus: Die neuen Gemeindevertreter wollen die Sanierung des kommunalen Kindergartens in Angriff nehmen. „Der ist wichtig für die jungen Familien unserer Gemeinde und der Umgebung“, unterstreicht Uhlmann. Wenn die Kinderbetreuung dauerhaft abgesichert werden soll, muss das Gebäude in den nächsten Jahren grundlegend erneuert werden. Bevor die Gemeindevertreter aber darüber entscheiden, muss jetzt eine Kostenschätzung auf den Tisch, sollen Fördermittel beantragt werden. Das werde sicher das wichtigste Projekt in der neuen Wahlperiode, sind sich Uhlmann und Haberer einig.

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