zur Navigation springen

Pflege: : Altenheim Dümmer schafft Räume für Demenzkranke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neues Gebäude bietet in 29 Zimmern insgesamt 33 Bewohnern Platz

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Der Lieblingssessel von Ernst Frenz steht bereits an seinem Platz. Auch ein Schreibtisch ist in dem neuen Zimmer des 79-Jährigen zu finden. Darauf stehen Bücher und Familienfotos. Alles ist fertig für den Einzug. „Sehr schön hier“, sagt der Rentner beim ersten Rundgang in seinem neuen Domizil. „Ein bisschen klein, aber dafür hell und freundlich.“ Ernst Frenz gehört zu der Hand voll Senioren, die aus dem bestehenden Teil des Pflegeheims „Haus am Dümmer See“ in den Ergänzungsbau umziehen. Vor einem guten halben Jahr kam der aus Rehna stammende Mann nach Dümmer. Bislang wohnte er in einem Doppelzimmer. „Ich wollte gern ein Einzelzimmer“, sagt Frenz. Und dieser Wunsch geht heute in Erfüllung.

Gestern lernte nicht nur Ernst Frenz den neuen Teil des Pflegeheims kennen. Die Leiterin des Hauses Annett Greskamp und ihr Mann Olaf hatten Bewohner und deren Familien, Geschäftspartner sowie Interessierte aus Dümmer um Umgebung eingeladen, sich die bezugsfertigen Räume anzuschauen. Da das Interesse so groß war, ging es mehrfach auf Rundgänge durch den zweigeschossigen Bau mit 29 Zimmern. 25 davon sind Einzelzimmer, vier Doppelzimmer kommen hinzu. Jedes davon hat ein geräumiges Bad, das auch auf Rollstuhl oder Rollator angewiesene Bewohner problemlos nutzen können. Großzügig gestaltet sind zudem Speiseraum, Wintergarten, Gemeinschaftsraum und der angrenzende Park. Auf einer Weide daneben grasen Schafe – ganz bewusst in Reichweite der Bewohner. „Hier findet das Leben statt, werden die Senioren gemeinsam betreut“, hebt Annett Greskamp hervor. Das eigene Zimmer als Rückzugsort ist aber ebenso wichtig.

Der Ergänzungsbau soll vor allem dementen Menschen ein Zuhause bieten, das ihren Wünschen, ihren noch vorhandenen Fähigkeiten, aber auch ihrem bestehenden Handicap sowie dem Betreuungsbedarf entspricht. Das war in dem einstigen Hotel, das Annett Greskamp 2005 zum privat geführten Pflegeheim umgestaltete, so nicht möglich.

Dort leben weiterhin 38 Senioren. Und obwohl sich jetzt die Plätze im Pflegeheim fast verdoppelt haben, sind nur wenige frei. Seit November vorigen Jahres wurde in Dümmer gebaut. Das sprach sich schnell herum, Anfragen und Anmeldungen ließen nicht auf sich warten. „Auch die meisten Bewohner im Ergänzungsbau kommen neu zu uns“, berichtet Annett Greskamp. Die Resonanz bestärkte die Unternehmerin in der Überzeugung , das richtige getan zu haben. Denn Investition und Risiko trägt sie allein – öffentliches Geld für die Erweiterung des Hauses am Dümmer See gab es nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen