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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 23:32 Uhr

Retgendorf : Alte Ställe im Dorf verschwinden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinde Dobin am See lässt die leer stehenden und maroden Gebäude in Retgendorf jetzt abreißen – Fläche bleibt unbebaut

von
erstellt am 08.Jan.2015 | 23:12 Uhr

Die Tage der alten Schweineställe am Dorfrand von Retgendorf, die an ein Wohngebiet grenzen, sind gezählt. Noch in diesem Monat soll mit dem Abriss begonnen werden, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Dobin am See, Rüdiger Piehl. Ein Schweriner Abbruchunternehmen wird mit seiner Technik anrücken.

Die Ställe, in tiefster DDR-Zeit gebaut, stehen schon seit der Wende leer. Interessenten für diese zwei verwahrlosten Gebäude habe es nicht gegeben, so der Bürgermeister. Erschwerend kommt hinzu, dass die Dächer mit Asbest gedeckt sind.

Die Gemeinde hat für den Abriss 70 000 Euro eingeplant. Das hatte schon die vorherige Gemeindevertretung so beschlossen, erzählt Rüdiger Piehl, das Vorhaben aber nicht umgesetzt. „Wir wollen das jetzt als eine unserer ersten Aufgaben angehen“, betont Piehl, der im Mai voriges Jahres als Bürgermeister in das Amt gewählt worden war. Auch wenn der Gemeindehaushalt 2015 noch nicht steht – das Geld für den Abriss sei auf jeden Fall eingeplant. Die Fläche wird anschließend glatt geschoben – das wars. Denn eine Bebauung an dieser Stelle sei nicht geplant. Zumindest aus derzeitiger Sicht. Der Gemeinde sei es aber wichtig, dass der Schandfleck endlich beseitigt und das Dorfbild attraktiver wird. Das wünschen sich die Retgendorfer.

Während die alten Schweineställe im Unterdorf nicht gleich zu sehen sind, weil sie am Dorf- und Feldrand stehen, ist das beim einstigen Kuhstall anders. Dieser steht im Oberdorf aus Richtung Cambs kommend an der Straße und fällt sofort ins Auge – als Bauruine. Auch der Stall soll in diesem Jahr abgerissen werden. „Das ist eine Ausgleichsmaßnahme des Diakoniewerkes ,Neues Ufer’ für den Bau der Biogasanlage in Rampe“, erklärt der Bürgermeister. Dazu gehört auch, die Fläche anschließend mit Grün zu bepflanzen. Das allerdings werde wohl erst Ende 2016 erfolgt sein.

Unweit des alten Kuhstalles befinden sich Garagen aus DDR-Zeit, die noch verpachtet sind bzw. als Lager dienen. Das Areal selbst aber biete derzeit einen unschönen Anblick, so Piehl. Denkbar sei, diesen Garagen-Komplex umzubauen und umzunutzen – für Vereine des Dorfes. Denn die Gemeinde möchte ihnen vernünftige Räumlichkeiten bieten. Derzeit nutzen sie den alten Jugendklub. Ein Grundsatzbeschluss der neuen Gemeindevertetung macht dies möglich. Bislang habe es keine vernünftige Regelung dazu gegeben. Die Gemeinde hatte die Nutzung vorher mehr oder weniger geduldet.

Geprüft werde eine dritte Variante als Vereins-Treff: das Pfarrhaus auf dem Gelände der Retgendorfer Kirche. Welche der drei Möglichkeiten sich letztlich auch durchsetzen wird, eins steht fest: Bauliche Veränderungen sind an allen drei Standorten notwendig. Mit dem Abriss der Ställe und dem möglichen Umbau des Garagenkomplexes werde Retgendorf an Attraktivität weiter gewinnen, blickt Piehl voraus.

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