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Gerettet : Alte Drehleiter begeistert Hobby-Historiker in Crivitz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Feuerwehr-Ausrüstung bereichert Heimatmuseum – Verein stärker auf Spenden und Engagierte angewiesen

Für Helmuth Schröder war es ein bedeutungsvoller Tag. Wichtig genug, um in seine historische Feuerwehr-Uniform zu schlüpfen, die vermutlich noch aus der Zeit um 1870 stammt. Was den vergangenen Sonnabend so bedeutungsvoll machte, war aber nicht seine Uniform, sondern die etwas jüngere historische Drehleiter aus dem Jahr 1904. „Mit der wurden 1964 noch die Straßenlaternen in Crivitz repariert“, erzählt er. „Da war ich gerade Lehrling.“ Kurz danach wurde die Drehleiter außer Dienst gestellt und Helmuth Schröder wurde Wehrführer in Crivitz.

Solche Anekdoten erzählten sich die Crivitzer beim Sommerfest des Crivitzer Heimatvereins beim Bürgerhaus. Vor allem die ältere Generation feierte an diesem Tag – den Sommer und die Übergabe der mittlerweile 110 Jahre alten Drehleiter an den Heimatverein. Für das alte Sprossengefährt hatte das Museum extra einen neuen hölzernen Anbau bekommen.

Am Rande der ganzen Feierlichkeiten überreichte Bürgermeister Ulrich Güßmann eine Spende von 400 Euro an den Heimatverein. „Wir wissen, wie dringend der Verein Spenden braucht, gerade jetzt, wo die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Vereine ausgelaufen sind. Gerade unser Heimatverein ist auf jede helfende Hand angewiesen.“

Solche Unterstützer hatte der Verein jüngst bei der Förderabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Crivitz und dem zweiten stellvertretenden Bürgermeister Helmuth Schröder erhalten. „Wir haben die Drehleiter für viel Geld aufarbeiten und restaurieren lassen“, erzählt er.

Nach dem die Leiter außer Dienst gestellt worden war, gab es keine richtige Verwendung mehr für das Gerät. Sie hatte im Plater Feuerwehrmuseum einen Unterstand gefunden, der allerdings wegfiel. Aber wo hin mit der Drehleiter, die bis auf eine Höhe von zehn Metern ausgefahren werden kann und auch eingefahren viel Platz braucht. Zur Wahl standen das Schweriner Feuerwehrmuseum oder das Crivitzer Heimatmuseum. Die Stadtvertreter sprachen sich für Crivitz aus. Die Förderabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Crivitz gab Geld, damit die defekten Holzspeichenräder aufwändig erneuert werden konnten. „Das war uns aber eine Herzensangelegenheit“, erzählt Helmuth Schröder, der ebenfalls in der Förderabteilung aktiv ist, stolz. Er rückt seinen Gürtel zurecht, bevor er mit seinen Kameraden die Leiter in den Museumsanbau schiebt – ihren künftigen Platz.

 

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erstellt am 23.Jun.2014 | 12:00 Uhr

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