Demen : Alte Dorfschule wird Treffpunkt

Stück für Stück wird die Alte Schule von Demen zum Dorfmittelpunkt ausgebaut. Bürgermeisterin Heidrun Sprenger und Architekt Frank Albers stimmen die nächsten Schitte ab.
Stück für Stück wird die Alte Schule von Demen zum Dorfmittelpunkt ausgebaut. Bürgermeisterin Heidrun Sprenger und Architekt Frank Albers stimmen die nächsten Schitte ab.

Gemeinde Demen steckt 125 000 Euro in den Ausbau und möchte auch den Kindergarten in den historischen Ortskern verlegen

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14. Februar 2018, 23:28 Uhr

Das Vorhaben, den historischen Dorfkern von Demen wieder Leben einzuhauchen, wird um einen Baustein reicher. Die Handwerker legen sich ins Zeug, damit zu Monatsende die Sanierung der Alten Dorfschule abgeschlossen werden kann. „Wir müssen auch fertig werden, denn die Frist für den Einsatz des Fördergeldes läuft ab“, fügt Bürgermeisterin Heidrun Sprenger an. Danach werde eingerichtet, auch das große Regal mit den Büchern der Dorfbibliothek bekomme einen Platz. „Die Senioren erhalten ihren Treff punkt zurück, der auch Vereinen zur Verfügung steht. Und die Gemeindevertreter wollen hier tagen“, so die Bürgermeisterin.

Den Gemeinderaum im vorderen Teil des Erdgeschosses der Alten Schule so herzurichten, dass er diesen Namen auch verdient, kostet rund 175 000 Euro. Nicht nur das Fachwerk muss erneuert werden, sondern auch das Mauerwerk und die Fenster. Vor der Haustür entsteht derzeit eine Rampe, „damit es per Rollstuhl oder Rollator problemlos hineingeht“, erläutert Architekt Frank Albers. Ganz wichtig seien zudem die Sanitäreinrichtungen und die kleine Küche, denn ohne die funktioniere so ein Treff nicht. Mit dem Ausbau des Gemeinderaumes allein ist es aber nicht getan. Während der Bauarbeiten wurde auch deutlich, dass das Dach der Alten Schule ebenfalls erneuert werden muss. Die Kosten dafür betragen nach ersten Schätzungen etwa 125 000 Euro. Heidrun Sprenger ist zuversichtlich, dass die Gemeinde Hilfe bekommt. Fördermittel sollen beantragt werden.

Das Ganze ist für die Bürgermeisterin von Demen ohnehin nur ein weiterer Schritt, um Jung und Alt an einem Ort zusammenzubringen. Der erste große Schritt wurde bereits im Sommer 2016 gemacht. Da öffnete in einem Gebäude neben der Alten Schule der Dorfladen seine Türen. Dort gibt es nicht nur um die 500 Artikel zu kaufen, sondern auch die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee auszutauschen.

Die Gemeindevertretung hält zudem an dem Projekt fest, die Kita aus dem Plattenbau am Ziolkowskiring in den historischen Dorfkern zu holen. Dafür gab es aber bislang kein grünes Licht aus dem Parchimer Landratsamt, weil die Auslastung der Kita zuletzt gesunken ist. Derzeit werden 16 Mädchen und Jungen in dem Haus „Am Wäldchen“ betreut. „Wir brauchen die Kita hier im Dorf“, betont Heidrun Sprenger. Geld in die alte Einrichtung zu stecken, lohne sich nicht. Aber ohne Kinderbetreuung werde Demen unattraktiv für junge Familien. Und die Kindereinrichtungen im benachbarten Crivitz platzen schon jetzt aus allen Nähten.

Bei der Umsetzung dieses Vorhabens setzen die Kommunalpolitiker auf Hilfe aus dem Schweriner Schloss: Der Petitionsausschuss des Landestages schaute sich gerade in Demen um und unterstützt das Anliegen der Gemeinde, berichtet die Bürgermeisterin. Heidrun Sprenger will auf keinen Fall locker lassen, um dieses Projekt noch in dieser Wahlperiode in trockene Tücher zu bekommen und so das historische Zentrum von Demen wieder zum Lebensmittelpunkt der Gemeinde zu machen.

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