Kult-Vergnügen in Banzkow : Als Rotkäppchen zum Anbaden

„Märchenzauber an der  Stör“, so lautet  diesmal das Motto des Anbadens. Dorothea Franz hat sich für ein Rotkäppchen-Kostüm entschieden und ist am Neujahrstag   wieder mit dabei. Im Körbchen steckt  noch die  Urkunde vom 1. Januar 2013.
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„Märchenzauber an der Stör“, so lautet diesmal das Motto des Anbadens. Dorothea Franz hat sich für ein Rotkäppchen-Kostüm entschieden und ist am Neujahrstag wieder mit dabei. Im Körbchen steckt noch die Urkunde vom 1. Januar 2013.

Dorothea Franz hat keine Angst vor kaltem Wasser und macht am Neujahrstag beim Schwimmen in der Stör mit

svz.de von
29. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Mit ihrem Kostüm als „letzte Eisscholle“ hat Dorothea Franz beim Anbaden in diesem Jahr den ersten Platz belegt. Beim Neujahrsvergnügen in der kommenden Woche ist die 65-Jährige wieder mit von der Partie – als Rotkäppchen. „Ich habe mich vom Motto des bevorstehenden Anbadens, ,Märchenzauber an der Stör‘, inspirieren lassen“, sagt Dorothea Franz. Rock, Jacke und Bluse und das rote Käppchen habe sie im heimischen Kleiderschrank gefunden – und schwuppdiwupp sei das passende Outfit fertig gewesen.

Normalerweise entscheide sie ja immer erst am Neujahrsmorgen, ob sie beim Anbaden an den Start gehe, erklärt die Banzkowerin. „Diesmal steht meine Entscheidung aber schon vorher fest.“ Angst vor dem kalten Wasser habe sie nicht, obwohl das Schwimmen in der Stör schon eine erfrischende Angelegenheit sei. „Im vergangenen Jahr hatte die Stör nur drei Grad“, erzählt Dorothea Franz. Ein bisschen Mut gehöre also schon dazu, wenn man sich in die Fluten stürze.

Aber Mut hat die 65-Jährige, und sportlich ist sie auch. Jedes Jahr macht Dorothea Franz ihr Sportabzeichen, außerdem steigt sie Berge rauf und runter, erklimmt eine Kletterwand und springt auch an einem Tandem-Fallschirm aus einem Flugzeug. „Wenn ich etwas machen will, dann tue ich es auch“, erklärt die Banzkowerin, die auch noch eine ganze andere sportliche Leidenschaft hat – als Zuschauerin: Boxen nämlich. „Ich verpasse keine Übertragung im Fernsehen und bin auch schon bei mehreren Kämpfen live dabei gewesen“, berichtet sie.

Den Silvestertag will Dorothea Franz, die aus Schleswig-Holstein nach Mecklenburg gekommen ist und im Sommer ihren herrlichen Garten genießt, ruhig angehen lassen. „Ich werde noch einen Spaziergang am Kanal machen, mit Freunden telefonieren und das Jahr einfach ausklingen lassen.“ Eine große Feier sei nicht geplant, schließlich wolle sie ja auch fit sein, wenn am 1. Januar um 14 Uhr an der Hubbrücke der Wettkampf steige. „Das Anbaden ist eine schöne Veranstaltung, die jedes Mal viele Zuschauer anlockt, und ich nehme die Herausforderung gerne an“, sagt Dorothea Franz. Nach dem Schwimmen werde sie sich zu Hause unter der Dusche aufwärmen und dann noch einmal zurück zum Ort des Spektakels gehen, wo sich Teilnehmer und Zuschauer bei einer Bratwurst und einem Grog stärken könnten.

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