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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 15:54 Uhr

Karneval in Banzkow : Als Prinzessin zum Ball

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Christin Linnemann war als Mädchen ein Tanzmariechen: Prinz Matze I. macht sie für diese Saison zu seiner Dame

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Ganz bis zum ersten Auftritt der Banzkower Karnevalisten hielt das Geheimnis nicht: Kurz vor dem Karneval am Nachmittag verbreitete sich die Nachricht, dass Prinz Matze I., alias Mathias Groth, seine Nachbarrin Christin Linnemann als Prinzessin Christin I. beim Rentnerfasching im Störtal präsentieren wird. „Darauf hatten einige gewettet, aber längst nicht alle dran geglaubt“, verrät BBC-Präsident Mario Lübbe.

Denn Christin Linnemann ist Neu-Banzkowerin und kennt den Karneval an der Stör nur aus der vorherigen Session. „Das war schon toll, hat richtig Spaß gemacht“, erzählt die 30-Jährige. Dass sie aber nun als Karnevalsprinzessin im Rampenlicht steht, ahnte die angehende Steuerfachangestellte da noch nicht. „Aber als Mathias mich fragte, habe ich sofort zugesagt“, verrät sie. Denn Berührungsängste zum Karneval kennt Christin Linnemann nicht. Schließlich war sie als Mädchen Tanzmariechen beim Schweriner Verein KGW. Doch das ist lange her. Vor anderthalb Jahren zog Christin Linnemann mit ihrer Familie nach Banzkow. Und da geht es nicht ohne Karneval, zumal wenn der Nachbar aus einer karnevalverrückten Familie kommt. Und das ist bei Mathias Groth der Fall. Alle Groths waren schon einmal in Banzkow Prinzessin oder Prinz. Der heute 32-Jährige ist seit Kindesbeinen an beim BCC, gehört dem Elferrat an. Für diese Saison schlüpft Matze in die Prinzenrolle und musste sich, wie in Banzkow Tradition, im Geheimen eine Prinzessin suchen. Die eigene Frau darf es übrigens nicht sein. Doch damit hat Janette Groth kein Problem. Im Gegenteil: Sie fertigte das Kostüm von Christin I. an, Heide Soltow machte das für Matze I. Und dass das Banzkower Prinzenpaar im olympischen Götterlook daherkommt, ist natürlich kein Zufall. Seit Sonnabend wird unter dem Motto „Olympische Spiele haben lange Tradition, sportlich von Banzkow nach Rio: Wo gibt es das schon?!“ gefeiert.

Auf der Bühne geht es daher recht sportlich zu. Und Rio muss sich strecken, um das Eröffnungsprogramm der Banzkower zu toppen. Vor allem die Minis und Kids sorgten mit dem Entfachen der olympischen Flamme für Gänsehaut-Atmosphäre.

Und der Funke sprang über – schon beim Rentnerfasching und der ersten Abendgala. Am kommenden Wochenende geht es weiter. Die Veranstaltungen am Sonnabend und Sonntag sind so gut wie ausgebucht. Nur für Rosenmontag liegen, wie üblich, weniger Reservierungen vor. „Wer noch mit uns feiern möchte, ist willkommen“, lädt Mario Lübbe ein. Der letzte Ball dieser Saison im Banzkower Störtal steigt am 8.  Februar um 20 Uhr.

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