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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 13:40 Uhr

Stadtbild : „Alle fühlen sich pudelwohl“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Quartier in der Tallinner Straße wurde aufwendig modernisiert und umgebaut – der Aufwand hat sich gelohnt

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Trist und grau, so sah es bis vor einigen Jahren in der Tallinner Straße aus. Heute ist es hier farbenfroh. Man spürt das Leben wieder. „Die Schweriner leben wirklich gerne hier und haben das Quartier in ihr Herz geschlossen“, erzählt Gabriele Szymanski von der SWG freudig.

Viele Einwohner der alten Blocks seien Ende der 90er Jahre ausgezogen. Die Wohnungen waren zu schlecht. Die Quartierbewohner sahen, dass andere Stadtteile saniert, modernisiert und instand gesetzt wurden. „Sie dachten, sie werden vergessen“, erklärt Szymanski. So war es aber nicht, denn das Quartier wurde 2002 schließlich in das Programm Stadtumbau Ost aufgenommen und seitdem gefördert. Der Rückbau begann.

Das Stadtumbauprojekt folgte dem Leitbild „Attraktives Wohnen zwischen Wald und See“. Städtebaulich sollte vor allem dem hohen Wohnungsleerstand in Neu Zippendorf begegnet werden, um eine langfristige Erhaltung des Wohnquartiers und eine Stabilisierung des Stadtteils zu ermöglichen.

Der Ursprung der Plattenbauten ist inzwischen nicht mehr zuerkennen, das Quartier ist heute von offenen Bebauungs- und stadtvillenartigen Gebäudestrukturen geprägt. Aus 590 wurden 187 Wohnungen: 103 Zweiraumwohnungen, 70 Dreiraumwohnungen und 14 Vierraumwohnungen. Alle seien nun viel größer und ansprechender geschnitten. „Neue Balkone, Dachterrassen, Mietergärten, Erker und die Neugestaltung der Fassaden verleihen dem Quartier heute ein tolles Erscheinungsbild“, schwärmt Szymanski.

Und auch an die älteren Schweriner wurde gedacht: 31 der Zweiraumwohnungen und sechs der Dreiraumwohnungen sind altersgerecht modernisiert worden. „Diese Gebäude sind extra mit einem Fahrstuhl ausgerüstet“, erzählt Szymanski.

Gut 80 Prozent der neuen Blocks gehören zur SWG, 20 Prozent zur WGS – beide Wohnungsunternehmen haben das Projekt mitfinanziert. Weiteres Geld kam aus Modernisierungsmitteln des Landes und aus der Rückbauförderung aus dem Programm Stadtumbau Ost.

2007 konnten die ersten Bewohner wieder ins Quartier ziehen. „Viele Schweriner, die schon vorher in den alten Blocks lebten, sind nach dem Umbau wieder zurückgekommen. Sie lieben das Leben hier und wollen gar nicht woanders wohnen“, sagt Gabriele Szymanski. Aber auch Neuzugezogene seien in die neuen Wohnungen gezogen. „Die gingen weg wie warme Semmeln. Die Bewohner fühlen sich pudelwohl“, erzählt Szymanski.

 

 

 

 

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