Schlossfestspiele Schwerin : Aida kann sich hören lassen

Probe auf dem Alten Garten: Regisseur Georg Rootering führt Absprachen mit den Solisten.
Probe auf dem Alten Garten: Regisseur Georg Rootering führt Absprachen mit den Solisten.

Regisseur Georg Rootering ist begeistert von der kollegialen Atmosphäre im internationalen Ensemble

von
24. Juni 2016, 23:11 Uhr

Internationalität ist in Schwerin eingezogen. Bei der großen Sommeroper „Aida“ stehen international gefeierte Stars wie die Kanadierin Yannick-Muriel Noah, die Tunesierin Maida Hundeling und die Südafrikanerin Andiswa Makana, die alle die Partie der Aida singen, auf der Bühne. Oder der Spanier Carlos Fidalgo und der Südkoreaner James Lee, die in der Rolle des Radames zu erleben sind.

Doch Regisseur Georg Rootering hat auch das Schweriner Ensemble stark eingebunden. Insgesamt acht Sänger des Staatstheaters treten als Solisten auf: Steffen Schantz als Radames, Itziar Lesaka als Amneris, Sebastian Kroggel und Igor Storozhenko als König, Christian Hees und Alexander Tremmel als Bote, Stamatia Gerothanasie und Katrin Hübner als Priesterinnen.

Von Spannungen zwischen Schwerinern und Gästen indes ist nichts zu entdecken. „Ich bin begeistert von der kollegialen Atmosphäre. Es ist ein tolles Team, ein schönes Zusammentreffen. Ich schätze so ein gutes Klima sehr, es wirkt sich direkt auf die Arbeit aus“, sagt Rootering. „Wir treffen uns auf professioneller Ebene.“ Er verspricht: „Unsere Aida-Inszenierung kann sich hören und sehen lassen.“

Doch bis zur Premiere am 8. Juli ist es noch ein weiter Weg: „Wir liegen gut in der Zeit“, versichert der Regisseur. „Aber wir haben auch noch ein Stück Arbeit vor uns.“ Die zu bewältigen, dabei helfe ihm die gute Zusammenarbeit mit Gregor Rot, der erstmals als musikalischer Leiter der Sommeroper fungiert. „Ich arbeite gern in Kooperation. Und wir haben ein gemeinsames Ziel: eine akustisch wie optisch perfekt inszenierte Oper auf die Bühne zu bringen“, betont Rootering. Dabei komme ihm entgegen, dass die Chöre ein eingespieltes Team sind. „Wir haben drei große Chorszenen, die von 80 Stimmen getragen werden. Da muss alles stimmen.“

Als zusätzliches Element hat er wieder Tanzszenen eingebaut. „So kann ich beispielsweise im Bild der Priesterinnen, die Radames das Kriegsschwert überreichen, den Frauenchor nach vorne holen“, verrät er. Und der Elefant? „Der Elefant verstärkt die Symbolsprache. Er bringt beim Triumphmarsch noch etwas Archaisches in die Szenerie, in der die besiegten Äthiopier erniedrigt werden“, erläutert der Regisseur.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen