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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 22:31 Uhr

Schwerin : Ärzte geben Einblick in Klinikalltag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was kann moderne Medizin leisten? Helios-Team beantwortet Fragen, Besucher schauen hinter die Kulissen des Krankenhauses

von
erstellt am 08.Okt.2017 | 21:00 Uhr

In den Schweriner Helios-Kliniken werden jedes Jahr 50 000 Patienten behandelt. Doch was kann das Krankenhaus alles? Was kann moderne Medizin heutezutage leisten? Diese Fragen beschäftigen viele Menschen aus Schwerin und Westmecklenburg, dem Einzugsbereich des Klinikums. Mehr als 3000 kamen deshalb zum Tag der offenen Tür am Sonnabend. Sie bekamen viele Informationen, konnten in unzähligen Spezialführungen in Bereiche gelangen, die normalerweise nicht zugänglich sind. Ärzte stellten modernste Technik vor und erläuterten an Modellen neue Behandlungsmethoden.

„Die Technik hier im Klinikum ist enorm. Wie sich die Kardiologie entwickelt hat, ist unglaublich“, sagte Uwe Härtig nach dem Rundgang durch das Herzkatheter-Labor. „Und die Führung war sehr gut gemacht. Der Oberarzt hat den Spagat zwischen medizinischem Fachwissen und populärwissenschaftlicher Verständlichkeit geschafft“, fügte der Schweriner hinzu. Auch andere Teilnehmer der Führung mit Dr. Karsten Pomsel waren begeistert. „Es war unheimlich interessant und gut verständlich“, betonte Tanja Baumann. „Einfach toll“, ergänzte Manuela Petrick. „Der Doktor hat sehr plastisch dargestellt, was moderne Herzmedizin alles kann.“

Der Oberarzt hatte zunächst erklärt, warum, wo und wie Stents gesetzt werden, hatte es dann praktisch demonstriert und erläutert, welche Materialien verwendet werden, und warum gerade diese. „Wir machen 5000 solcher Eingriffe im Jahr“, berichtete er. Im Labor stellte er steuerbare Herzkatheter vor und zeigte, wie mit dem 3D-Modell navigiert wird, um schließlich Herzrhythmusstörungen zu beseitigen. Im Hybrid-OP erläuterte er Herzklappen-Operationen, zeigte Herzschrittmacher, automatische Defibrillatoren und EKG-Event-Recorder und erklärte, wann und warum sie Patienten eingesetzt werden.

Wer noch andere Bereich des Klinikums entdecken wollte, konnte sich durch die Neonatologie, Radiologie, Notaufnahme, Pneumonologie, durch das Strahlenlabor, das Mutter- und Kind-Zentrum oder die Krankenhaustechnik führen lassen. Zum Programm der Modell-OPs gehörten Arthroskopien und Prothese-Implantationen am Skelett, eine an einer Kokosnuss simulierte Schädelöffnung und vieles mehr. Kinder konnten ihr Spielzeug in die Teddy-Klinik bringen oder sich den Arm eingipsen lassen. Draußen stellten trotz des schlechten Wetters Rettungskräfte ihre Arbeit vor. Überall war das Interesse groß.

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