Dümmer : Adresse für Wandergesellen

In einem Boot: Die Kanuten vom SV Parum freuen sich auf  das Europahaus, das sie sich mit den Wandergesellen teilen werden.
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In einem Boot: Die Kanuten vom SV Parum freuen sich auf das Europahaus, das sie sich mit den Wandergesellen teilen werden.

Europahaus in Dümmer bietet Platz für Nachwuchs-Handwerker vom Bau, örtliche Vereine und Gemeindeleben.

svz.de von
14. März 2014, 19:50 Uhr

Noch gibt es das Europahaus von Dümmer nur als Plan. Doch gestern Abend fiel der Startschuss für das Projekt. Knapp eine halbe Million Euro Fördermittel stehen bereit, damit die Gemeinde Dümmer gemeinsam mit der Konföderation der europäischen Gesellenzünfte dieses zweigeschossige Gebäude in Sichtweite des Dümmer Sees bis zum Sommer nächsten Jahren errichtet und mit Leben erfüllt. Mehr als 250 000 Euro steuert die Gemeinde aus ihrem Säckel hinzu. Und dann gibt es die Eigenleistungen, die zu diesem Projekt gehören: Nachwuchs-Handwerker aus allen Bauberufen werden das Fachwerkgebäude mit Ziegeldach und Erdwärmeheizung errichten. Und nicht nur während der Bauzeit wird Dümmer eine wichtige Adresse für die Gesellen auf der Walz sein. Unter dem Dach des Europahauses entsteht eine feste Herberge, hier treffen sich dann die jungen Bauleute zu Schulungen und Seminaren. So etwas gibt es bislang in Deutschland nicht. Und alle fünf Schächte, das sind die unterschiedlich alten Organisationen der Wandergesellen, machen mit. Die deutschen Schächte wiederum arbeiten mit Franzosen, Schweizern und Dänen zusammen, die ebenfalls nach Dümmer kommen werden. So wird das Europahaus seinem Namen auch gerecht.

Hinzu kommen die Einheimischen. Denn Kanuten, Bogenschützen, Angler, Jugendliche und Senioren, Bastelgruppe und Skatfreunde sowie die Kleinen aus dem benachbarten Kindergarten zum Sport – alle werden im Europahaus ein- und ausgehen. „Wir bekommen endlich wieder einen Treffpunkt“, freut sich Bürgermeisterin Janett Rieß. Den vorherigen hatten Einwohner von Dümmer, Parum und Walsmühlen dem Kindersegen geopfert: Da es in der Kita eng wurde, entstanden neue Gruppenräume im alten Saal.

Die jetzigen Partner zusammen gebracht hat Johannes Möller-Titel. Das Stralendorfer Urgestein hatte schon Wandergesellen nach Dömitz geholt, wo sie die Zugbrücke zur Burg neu errichteten. Als das Projekt zu Ende ging, hatte Möller-Titel die Idee, seinen Nachbarn in Dümmer zu helfen. Unermüdlich hat er das Projekt immer wieder ins Gespräch gebracht, weitere Partner und Geldquellen gesucht. „Dennoch liegt viel Arbeit vor uns“, sagt Janett Rieß. „Das packen wir gemeinsam an.“

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