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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 04:27 Uhr

Konzert in Schwerin : Adel Tawil startet open air

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sänger tritt Sonnabend auf der Freilichtbühne Schwerin auf und erzählt im Interview über seine Musik und Träume

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 20:45 Uhr

Adel Tawil hat so einiges erlebt in der Popmusik. Er war als ehemaliges Mitglied einer Boyband am Boden zerstört und mit dem Pop-Duo „Ich + Ich“ ganz weit oben. Jetzt ist er als Solist erfolgreich. Mit seinem Album „Lieder“ landete er ganz oben in den Charts und sorgte zudem für viel Gesprächsstoff. Denn er ist bereit, von seinem Leben zu erzählen. Die Schweriner können ihn, seine Geschichten und seine Musik am 7. Mai um 20 Uhr auf der Freilichtbühne erleben. SVZ-Redakteur Bert Schüttpelz sprach mit ihm schon mal vorab über das Konzert.

Herr Tawil, Sie sind sehr kreativ, machen ständig neue Songs. Wann haben Sie die besten Ideen?
Adel Tawil: Ich bin Frühaufsteher und morgens kommen mir die besten Einfälle. Dann habe ich den Kopf noch frei, keine Sorgen, keine Belastungen, keine Ablenkung. Da sprudeln dann die Melodien, die ich später zu Songs verarbeiten kann.

Mit Ihrem jüngsten Album „Lieder“ offenbaren Sie eine riesige Bandbreite. Von Hiphop über einfühlsame Pop-Balladen bis zu rockigen Titeln ist alles dabei. Woher kommen die vielen verschiedenen Einflüsse?
Ich bin mit vielen Musikern befreundet und habe ein eigenes Tonstudio in Berlin, das gern auch andere Kollegen nutzen. Durch diese Kontakte bereichert man sich gegenseitig, erweitert den eigenen Horizont. Wir sind wie eine große Familie. Und zu Hiphop habe ich natürlich eine besondere Affinität aus meiner musikalischen Vergangenheit heraus.

Sprache hat in Ihren Liedern einen besonderen Stellenwert. Sie legen offensichtlich großen Wert auf die Texte. Warum?
Ich finde schon, dass ein Song eine Botschaft transportieren sollte. Das ist mir wichtig. Deshalb mag ich keine Wischi-Waschi-Texte.

Aber gute Texter sind selten. Wie finden Sie die?
Ich habe oft schon eine Zeile im Kopf, wenn ich komponiere. Dann kommt aber unbedingt der Austausch mit Freunden hinzu. Ich bin ein spontaner Typ. Wenn ich mich verrenne, gebe ich manchmal auf. Dann hilft die Diskussion, damit der Titel am Ende wirklich gut wird. Das geht aber nur, wenn die Chemie stimmt.

Musiker haben ein ziemlich aufregendes Leben, brauchen im Gegenzug aber Kreativität, um gut zu sein. Wie kommen Sie zur Ruhe?
Da nutze ich meine Wurzeln. Mein Vater ist Ägypter, meine Mutter Tunesierin. Wenn ich zu meiner Familie nach Ägypten oder Tunesien fliege, bekomme ich den Kopf sofort frei. Die Eindrücke sind völlig anders als zu Hause in Berlin. Und wenn ich dann in die Wüste fahre oder ans Rote Meer, kann ich träumen.

Worauf freuen Sie sich besonders in Schwerin?
Ich mag Schwerin und die Schweriner, sie sind ein tolles Publikum. Ich werde in der Region immer besonders freundlich empfangen. Deshalb trete ich hier gern auf.

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