zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

22. September 2017 | 06:29 Uhr

Uelitzer Nachwuchs : Absprung in den Ferienspaß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

40 Kinder verwandeln den Uelitzer Pfarrhof in ein Ferienparadies : Die blaue Stunde und Ausflüge in die Galaxie sorgen für gute Laune

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Mit intergalaktischem Frühsport werden die müden Geister munter gemacht. Schließlich müssen die kleinen Ferien-Camper erst einmal die Nacht im Abenteuer-Zelt abschütteln. Mit einem ausgedehnten Frühstück lässt es sich dann wunderbar in den Tag starten. 40 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren erleben derzeit ihre erste Ferienwoche auf dem Uelitzer Pfarrhof. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ist seit Sonntag galaktisch unterwegs. Unter dem Motto „Sterne, Planeten, Galaxien“ betreuen derzeit zahlreiche Ehrenamtliche, Pastorin Kristin Gatscha und Gemeindepädagogin Ina Bammann die Kinder aus der Region. „Es ist bereits die 13. Freizeit auf diesem Gelände. Anfangs mussten wir uns noch mit den Nachbargemeinden zusammenschließen, um genügend Kinder für die Ferienaktion zu erreichen. Nun sind wir als Kirchengemeinde allein verantwortlich und haben mehr als genug Anmeldungen“, so Pastorin Kristin Gatscha.

Eine, die als Kind das Ferienprogramm noch selbst genossen hat, und nun auf „der anderen Seite“ steht und Kinder betreut, ist Jenny Behrens. Gerade ist im Uelitzer Pfarrhaus alles ruhig, denn die 40 Kinder sind im Nachbargebäude und hören aufmerksam zu, wie das weitere Nachmittagsprogramm aussieht. Die 22-Jährige fegt unterdessen einmal gut durch, damit Papierschnipsel und andere Bastel-Überbleibsel sich nicht quer durchs Haus verteilen. „Ich fand als Kind immer die blaue Stunde am besten. Dann haben wir uns Zeit genommen und den jeweiligen Tag Revue passieren lassen. Außerdem gab es immer ein paar Süßigkeiten“, erinnert sie sich mit einem Augenzwinkern und bugsiert den Bastel-Unrat auf das Kehrblech.

„Heute gestalten wir Nagelbilder, Papierraketen und Sternenbilder mit der Zentrifuge“, erklärt Gemeindepädagogin Ina Bammann. Am Vormittag freuten sich die Kinder bereits über einen Kuchen mit galaktischer Verzierung, den ein Vater aus Rastow vorbeigebracht hatte, und am Tag zuvor durften die Ferienkinder mit Filz einen riesigen Sternenteppich gestalten. „Mir hat das Filzen besonders Spaß gemacht“, erklärt die achtjährige Linda aus Rastow. Neben ihr steht Anna am Tisch und stützt ihr Kinn in die Hände und schaut aufmerksam, was da so alles notiert wird, während des Interviews zwischen den Bastelsachen und bunten Farben. „Mir macht das Basteln Spaß, aber den Regen finde ich doof“, erklärt sie unumwunden. Die 15-jährige Helene schmunzelt und streicht ihr über den mit Kapuze bedeckten Kopf. Genau wie Jenny Behrens und Filip Seeger hat sie selbst als Kind ein paar ihrer Ferientage in Uelitz verbracht. Sie alle wollen der Kirchengemeinde etwas zurückgeben und helfen deshalb in ihrer Freizeit bei der Betreuung der Kinder.

Die lassen sich trotz andauernder Regenschauer die Ferien nicht verderben. „Ich glaube, wir als Erwachsene empfinden das viel schlimmer als die Kinder“, resümiert Pastorin Gatscha. Und wie zum Beweis verwandeln draußen ein paar Jungs die große Pfütze auf dem Uelitzer Pfarrhaus zu einer kleinen Spielwiese

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen