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Schweriner Hochhäuser : Abrissbagger rückt in Lankow an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

WGS baut drei Zehngeschosser zurück.

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Lange wurde über die Zukunft der vier markanten Hochhäuser in Lankow diskutiert, den Zehngeschosser in der Rahlstedter Straße hat die Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) mittlerweile saniert. Für die Gebäude in der Julius-Polentz-Straße 1/2, der Eutiner Straße 1/2 und der Plöner Straße 1/2 rückt nun der Abbruchbagger an. Vom kommenden Monat an werden die knapp 50 Jahre alten Häuser zunächst entkernt und schadstoffbelastete Teile entsorgt.

„Die Hochhäuser sind wirtschaftlich nicht zu retten“, sagt WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig. Seit Jahren fahre die Wohnungsgesellschaft bei den Gebäuden einen Verlust in Millionenhöhe ein. Die insgesamt 855 Wohnungen in den drei Zehngeschossern erfüllten längst nicht mehr die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards, müssten aufwändig instandgesetzt werden, so Köchig. Alle ehemaligen Mieter hätten inzwischen neue Wohnungen bezogen, seien versorgt.

Die Vorarbeiten für den Abriss beginnen in der Julius-Polentz-Straße. Bauarbeiter werden im Hochhaus 460 Fenster, 1658 Türen, 350 Quadratmeter Fensterband an den Giebeln, vier alte Fahrstühle und rund 13 100 Quadratmeter Fußbodenbeläge demontieren. Voraussichtlich im Februar rückt dann der Abrissbagger an, der die großen Wandplatten von außen nach innen Stück für Stück abknabbert. Anschließend transportiert das Abbruchunternehmen rund 21 000 Tonnen Schutt ab. Die gleiche Menge Abrissmaterial fällt jeweils auch für die beiden Häuser in der Eutiner und der Plöner Straße an, deren Entkernung im Januar bzw. Februar starten soll. Tatsächlich werde der Abtransport des Bauschutts die größte Herausforderung für den Stadtteil sein, erklärt Köchig, der mit mehr als 2000 Lkw-Ladungen rechnet. Nach jetzigem Stand soll der Rückbau der drei Hochhäuser im Juli abgeschlossen sein. Geplant und koordiniert werden die Arbeiten vom Schweriner Ingenieurbüro BBB. Den eigentlichen Abriss übernimmt die Firma Otto Dörner.

„Es kommt jetzt darauf an, dass der Abriss so reibungslos wie möglich über die Bühne geht, um die Anwohner nicht über Gebühr durch Lärm und Verkehr zu belasten“, betont die Vorsitzende des Lankower Ortsbeirates, Cordula Manow. Den Abbruch der Hochhäuser, die seit 1968 das Bild des Stadtteils prägten, stellt sie nicht mehr in Frage. „Die Entscheidung ist gefallen.“

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