Drei Schweriner Hochhäuser verschwinden : Abriss beginnt schon im Oktober

Schon fast leer: Nur noch 40 der 854 Wohnungen in den Hochhäusern sind vermietet.
Schon fast leer: Nur noch 40 der 854 Wohnungen in den Hochhäusern sind vermietet.

Wohnungsgesellschaft lässt die drei Zehngeschosser in Lankow verschwinden – im Herbst 2018 sollen sie Geschichte sein

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03. Juni 2017, 08:00 Uhr

Der beschlossene Abriss von drei Hochhäusern in Lankow wird von Oberbürgermeister Rico Badenschier als wichtiger Schritt für die Zukunft gesehen. Denn dort, so sein Ziel, werde Platz für das von ihm favorisierte Stadtteilzentrum Lankow geschaffen. Um für das Vorhaben auch Fördergeld bekommen zu können, will die Stadt das so genannte Integrierte Stadtentwicklungskonzept für Lankow erweitern.

Bis es das Lankower Bürgerzentrum gibt, wird es noch Jahre dauern. Fest steht bislang nur, dass die drei Hochhäuser in der Julius-Polentz-Straße, der Eutiner und der Plöner Straße abgerissen werden. Und die Grundstücke werden laut Stadtvertreterbeschluss in städtischer Hand bleiben, sprich bei der WGS.

Eine Sanierung der Zehngeschosser ist aufgrund zu hoher Sanierungskosten nicht möglich. Bedingt durch den hohen Leerstand in den Hochhäusern macht die kommunale Wohnungsgesellschaft jährlich Verluste in Millionenhöhe. Der Aufsichtsrat und die Stadtvertretung hatten daher den Abriss der Gebäude beschlossen. Noch im Juni beginnt die Ausschreibung für die Abbrucharbeiten, die noch in diesem Jahr beginnen sollen. Los geht es mit dem Hochhaus in der Julius-Polentz-Straße 1/2.

Im Oktober starten die Arbeiten mit der Entkernung und der Schadstoffsanierung des Hochhauses in der Julius-Polentz-Straße. Im Januar soll dann eine schwere Maschine anrollen. Geplant ist der Einsatz eines sogenannten Longfrontbaggers, der einen Ausleger von über 30 Metern besitzen kann. Nach Abschluss der Abbrucharbeiten wird das Baufeld aufgefüllt und planiert. In dieser Vorgehensweise werden alle drei Hochhäuser nacheinander abgerissen. Um zügig voranzukommen, wechseln die Großgeräte nach einem abgeschlossenen Bauabschnitt zum nächsten Hochhaus und führen dort die gleichen Maßnahmen durch. Im dritten Quartal 2018 sollen alle Arbeiten fertig gestellt sein. Zuletzt kommt das Hochhaus in der Plöner Straße dran.

Von den 854 Wohnungen sind aktuell noch 40 Wohnungen vermietet. Im Vorfeld hat die WGS das Gespräch mit den Mietern gesucht. „Wir haben uns bemüht, unseren Mieter passende Ersatzwohnungen anzubieten. Gerne haben wir auch unsere Unterstützung beim Umzug geleistet, die Umzugskosten und anfallende Gebühren für die Ummeldung übernommen“, betonte Peter Majewsky, Abteilungsleiter Hausbewirtschaftung der Wohnungsgesellschaft.

Das zuständige Mietercenter für den Stadtteil Lankow, was sich aktuell in der Julius-Polentz-Straße 1 befindet, wird aufgrund der Abrissmaßnahmen an einen anderen Standort umziehen. Mieter würden rechtzeitig informiert.

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