Schwerin : Abenteuer Wohnmobil in Schwerin

Sportlich unterwegs: Kaum mit dem Wohnmobil angekommen, schwingen sich Jeanett und Ralf Wonneberger auf die Räder.
Sportlich unterwegs: Kaum mit dem Wohnmobil angekommen, schwingen sich Jeanett und Ralf Wonneberger auf die Räder.

Die Stellplätze in der Landeshauptstadt sind von unterschiedlicher Qualität: SVZ besuchte einige und hörte sich bei Urlaubern um

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31. Juli 2018, 12:00 Uhr

Wer auf das Gelände des Wassersportzentrums Ziegelsee an der Güstrower Straße fährt, sieht als erstes einen Aufsteller: „Stellplätze belegt“. Dicht an dicht stehen die Wohnmobile direkt am Ufer. Erika und Werner Podstufka sitzen gemütlich vor ihrem Fahrzeug bei einem Weißbier. „Wir sind schon zwei Monate hier.“ Mit ihrem Motorboot, das sie sich mitgebracht haben, erkunden sie die Schweriner Seen. „Es gibt hier viele herrliche Badestellen“, sagt Werner Podstufka.

Mit ihrem Stellplatz sind sie sehr zufrieden. Die Nacht kostet 15 Euro inklusive Strom und Wasser. Wer länger bleibt, kann den Preis auch verhandeln. „Hier gibt es eine Küche, die wir nutzen können und die Waschräume und Duschen sind sehr gut“, sagt Erika Podstufka. Die beiden Detmolder sind schon öfter nach Schwerin gekommen. „Früher waren wir mal auf einem anderen Platz. Da haben uns die sanitären Einrichtungen aber nicht gefallen.“

Auf Kaspelwerder am Ostorfer See hat Marion Dahlmann das Sagen. 20 Stellplätze gibt es bei ihr. „Heute sind alle belegt. Aber wenn jetzt noch einer kommt, fahre ich auch mein eigenes Auto beiseite.“ Bei ihr kostet der Wohnmobilstellplatz ebenfalls 15 Euro pro Nacht. Strom, Wasser, Abwasser und die Toilettenbenutzung sind im Preis mit drin. Es gibt eine einfache Duschgelegenheit. Einmal duschen – ein Euro. Mit der Auslastung ist Marion Dahlmann in diesem Sommer sehr zufrieden: „Es kommen viele Stammgäste.“ Wohnmobile aus Holland und der Schweiz stehen auf dem Platz. Es waren aber auch schon Gäste aus Australien und den USA, aus Schweden, Italien, Frankreich und Österreich da. Jeanett und Ralf Wonneberger aus Werder sind gerade erst angekommen. „Hier ist es schön, Man kann baden und die Stellplätze liegen im Schatten unter Bäumen.“ Strom, Wasser und sanitäre Einrichtungen des Platzes wollen sie nicht nutzen. „Wir sind vollkommen autark.“

Oft stehen auch auf dem Parkplatz am Jägerweg etliche Wohnmobile – das Schloss direkt im Blick. Die Nacht kostet dort acht Euro. Dafür gibt es allerdings auch nichts. Kein Strom, kein Wasser, kein Abwasser. Nur eine öffentliche Toilette ist in der Nähe. Jetzt bleiben die meisten Stellplätze aber leer.

So sieht es auch auf dem Parkplatz am Stadthafen an der Grünen Straße aus. Die Plätze liegen in der prallen Sonne, kein Baum, kein Strauch spendet Schatten. Strom gibt es aus der Steckdose. Eine Kilowattstunde kostet stolze 50 Cent. Für den Stellplatz sind immerhin 16 Euro fällig. Eine öffentliche Containertoilette kann auf dem benachbarten Parkplatz Altstadt benutzt werden. Irgendwelchen Komfort gibt es nicht.

Erika und Werner Podstufka genießen ihre Zeit am Ziegelsee. „Vielleicht fahren wir noch rüber an die Müritz“, sagt Werner Podstufka. „Aber erstmal bleiben wir wohl noch vier Wochen hier.“ „Oder doch nur noch 14 Tage“, sagt seine Frau. „Das hängt vom Wetter ab.“




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