Stasi-Unterlagen-Behörde geschlossen : ABC-Fehlalarm in Görslow

ABC-Alarm in Görslow – den gab es schon einmal im Sommer 2013, nachdem ein Pulver aus einem Brief gerieselt war. Auch damals wurde bei der Überprüfung nichts Verdächtiges gefunden.
ABC-Alarm in Görslow – den gab es schon einmal im Sommer 2013, nachdem ein Pulver aus einem Brief gerieselt war. Auch damals wurde bei der Überprüfung nichts Verdächtiges gefunden.

Hinweis auf radioaktives Mineral im Magazin der Stasi-Unterlagen-Behörde

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26. Januar 2016, 16:35 Uhr

Ausnahmezustand in Görslow: Archiv und Magazin der Stasi-Unterlagen-Behörde mussten am Montag geschlossen werden. Spezialkräfte des Katastrophenschutzes aus Zarrentin rückten an, um die Strahlenbelastung zu überprüfen. „Es wurden keine auffälligen Werte gemessen“, teilte Leiterin Corinna Kalkreuth nach SVZ-Anfrage mit. Gestern herrschte schon wieder Normalbetrieb in der Schweriner Außenstelle dieser Bundesbehörde. Das komplette Haus steht wieder für Forschung und Besucherverkehr offen.

Daran war am Montag nicht zu denken. Denn nach einem „Aktenfund“ musste sofort überprüft werden, ob es sich bei dem brisanten Bericht um Fakt oder Fiktion handelt. Denn bei der Auswertung von Stasi-Unterlagen stieß ein Mitarbeiter auf einen Hinweis auf „ein radioaktiv belastetes Mineral“. Und dieser Stein sollte im Görslower Magazin gelandet sein. „Wir haben das natürlich ernst genommen und mit Hilfe des Katastrophenschutzes sofort überprüfen lassen“, betont Kalkreuth. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe es nicht gegeben. Die Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde blieben an ihren Arbeitsplätzen, eine Evakuierung war nicht erforderlich. Nur Archiv und Magazin wurden vorsorglich gesperrt.

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