Schwerinerin geht in Ruhestand : Ab jetzt mehr Zeit für Kunst

Als Vorsitzende des Vereins Kunst-Wasser-Werk hat Gabriele Szymanski nun mehr Zeit für ihr Hobby.
Als Vorsitzende des Vereins Kunst-Wasser-Werk hat Gabriele Szymanski nun mehr Zeit für ihr Hobby.

Ingenieurin Gabriele Szymanski geht nach 36 Jahren bei der Wohnungsbaugenossenschaft in Ruhestand

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20. Februar 2018, 16:00 Uhr

Morgen hat Gabriele Szymanski ihren letzten Arbeitstag. 36 Jahre lang war sie in der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) tätig und hat als Ingenieurin und verantwortliche Bauleiterin bei diversen Bauprojekten ihre Handschrift hinterlassen. Dazu zählt der Stadtteiltreff in der Lessingstraße ebenso wie der neue Verwaltungssitz der Genossenschaft in der Bernhard-Schwentner-Straße oder das Plattenrückbau-Projekt „Seeterrassen“, das sie gerade in einer Werbebroschüre vorstellte.

„Wir werden Gabriele Szymanski bei uns im Unternehmen vermissen. Sie hat unheimlich viel für die Genossenschaft geleistet“, sagt Margitta Schumann, die SWG-Vorstandsvorsitzende. „Wir haben uns in der Leitungsarbeit wunderbar ergänzt. Während ich den kaufmännischen Aspekt im Blick habe, hat sie die technischen Sachen im Auge behalten, mit Architekten und Baufirmen um optimale Lösungen gerungen. Ihre Erfahrungen werden uns fehlen“, sagt Margitta Schumann.

Für Schwerin hat Gabriele Szymanskis Ausstieg aus dem Berufsleben indes auch eine gute Seite: Sie wird mehr Zeit für ihre zweite große Leidenschaft haben: für die Kunst. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Vorstand des Kunst-Wasser-Werks mit, steht dem Trägerverein als Vorsitzende vor, organisiert Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen und rührt die Werbetrommel. Sie ist zwar selbst nicht künstlerisch unterwegs, aber sehr an Kunst interessiert und ein leidenschaftlicher Besucher von Ausstellungen.

Das Kunst-Wasser-Werk wurde vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben. Damals – das Schweriner Wasserwerk war ein paar Jahre zuvor von dem historischen Areal weggezogen – standen die alten Gebäude leer. Sieben enthusiastische Schweriner mit und ohne künstlerische Ambitionen, die sich zum Teil aus dem Verein Pro Schwerin kannten, gründeten einen Trägerverein, um Künstlern bessere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Der Verein wuchs auf mittlerweile 20 Mitglieder, Vorsitzende ist Gabriele Szymanski. Auf dem alten Werkgelände entstand eine Künstlerkolonie – mit den typisch wechselnden Besetzungen. Für deren Arbeit stehen jetzt mehrere hundert Quadratmeter Fläche im Hauptgebäude, im Pumpenhaus und im Turmgebäude zur Verfügung. Neben Ateliers und Werkstätten gibt es auch große Ausstellungsflächen in den Gebäuden und auf dem Freigelände.

Die erste Sonderschau des neuen Jahres wurde am Wochenende eröffnet. Unter dem Titel „Intermezzo“ werden bis 7. April Gemälde von Michael Wirkner, Plastiken von Rolf Biebl und Skulpturen von Eckart Sarnow gezeigt.

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