Schwerin : Ab aufs Fahrrad!

Öfter mal zum Fahrrad greifen, statt ins Auto zu steigen, schont Geldbeutel und Umwelt. Davon ist Roberto Koschmidder als bekennender Pedalritter fest überzeugt.
Öfter mal zum Fahrrad greifen, statt ins Auto zu steigen, schont Geldbeutel und Umwelt. Davon ist Roberto Koschmidder als bekennender Pedalritter fest überzeugt.

Roberto Koschmidder ist bekennender Pedalritter und engagiert sich im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub

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17. April 2018, 05:00 Uhr

Temperaturen mit mehr als 20 Grad auf der Quecksilbersäule. Da kann der Drahtesel jetzt endgültig entstaubt werden für die Touren durch die lauen Frühlingstage. Mehr als 200 Jahre gibt es das Fahrrad mittlerweile - und es erfreut sich gerade in Schwerin wachsender Begeisterung.

Unter den größten Fans des Fahrrades ist der Wahl-Schweriner Roberto Koschmidder. „Ich war  wohl 12 Jahre alt, als ich den Eltern erfolgreich in den Ohren lag und sie mir mein erstes Fahrrad schenkten“, erinnert sich der gebürtige Neustrelitzer.

Eine seiner ersten Touren habe ihn von Perleberg nach Ludwigslust geführt. Hin und zurück, versteht sich. „Meine besorgten Eltern sind mit ihrem Berlin-Roller hinterhergefahren“, berichtet der 58-Jährige weiter. Für ihn bedeute das Fahrrad große Freiheit – damals wie heute. Er sei mit ihm weiter gekommen, als so mancher Kumpel einst mit dem Moped. „Es kommt vor allem auf den Spaß und die Leidenschaft an. Wenn eines von beiden fehlt, bringt das andere auch nur wenig“, sinniert Koschmidder, dessen längste Strecke bisher 227 Kilometer beträgt. Das sei aber mit 16 Jahren ein harter Ritt gewesen, betont der bekennende Pedalritter. Eine Wiederholung habe es deshalb auch nie gegeben. „Ich suche nicht Höchstleistung, sondern Entspannung und Freude“, sagt Koschmidder, der seit 2008 Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, kurz ADFC, ist. Derzeit agiert er als stellvertretender Vorsitzender der Regionalgruppe Schwerin, die 306 Mitstreiter eint.  „Ich finde es  großartig, dass das Fahrrad vor mehr als 200 Jahren erfunden wurde“, so Koschmidder. Dies sei vor allem auch für den Umweltschutz von besonderer Bedeutung.

 „Nachhaltige Mobilität war für mich immer schon ein Thema“, so Koschmidder weiter, der jedes Jahr mit einem guten Freund für ein verlängertes Wochenende in die Pedalen tritt. Nur mit Zelt, Luftmatratze und Schlafsack. „Für uns ist das immer wieder aufs Neue eine Rückkehr zu den Wurzeln.  Es  braucht nur ein bisschen Geld und Orientierung. Alles andere findet sich von alleine“, ist Koschmidders feste Überzeugung. Dem ADFC sei er beigetreten, weil er den Alltagsradverkehr in Schwerin stärken wolle. „Am Dienstag, 24. April, startet um 17 Uhr am Stadthaus eine parlamentarische Radtour von etwa 12 Kilometern durch Schwerin. Wir wollen schauen, wo es für Räder immer noch hakt.“ Ein offener Radler-Stammtisch findet jeden ersten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr  im Alten Feldtorhaus am Friedhof statt. „Fahrradfreunde jeden Alters sind immer gern willkommen.“

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