Fahrbinde : A 14 als Motor für die Wirtschaft

Baustellen im Gewerbegebiet Fahrbinde: Die Firma TSclean erweitert ihre Tank- und Siloreinigung. Unmittelbar davor entsteht eine neue Autobahnmeisterei.
Baustellen im Gewerbegebiet Fahrbinde: Die Firma TSclean erweitert ihre Tank- und Siloreinigung. Unmittelbar davor entsteht eine neue Autobahnmeisterei.

Drei Städte und vier Gemeinden am neuen Autobahnabschnitt legen regionales Entwicklungskonzept vor

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04. März 2015, 08:00 Uhr

Ende des Jahres soll der Verkehr auf der verlängerten A  14 bis zur B 5 rollen. Die neue Autobahn lässt die Städte Neustadt-Glewe, Ludwigslust und Grabow links und rechts liegen, denn sie soll auch als Ortsumgehung dienen. Zugleich soll diese Region damit nicht von den Verkehrsströmen abgekoppelt werden. Genau das Gegenteil ist der Fall: Die A 14 soll zum Wirtschaftsmotor werden. Damit dieser schnell anspringt und gleichmäßig läuft, wurde parallel zum Autobahnbau ein regionales Entwicklungskonzept auf die Beine gestellt. „Es geht darum, aus der A 14 eine Lebensader für die Region zu schaffen“, sagt der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach. Deshalb waren bei Planung und Projektierung nicht nur die drei Städte gefragt, auch die Gemeinden Groß Laasch, Wöbbelin, Rastow und Brenz waren von Anfang an mit im Boot. Die Lübecker Beratungs- und Managementfirma CIMA hat letztlich das Konzept zusammengestellt und schlägt sechs Leitprojekte vor. Dazu gehören die Einsetzung eines Regionalmanagers und perspektivisch der Bau eines Rasthofes.

Zwei Standorte eignen sich laut CIMA besonders gut für eine überregionale Vermarktung und die Ansiedlung von leistungsstarken Unternehmen: Die Anschlussstelle Neustadt-Glewe an der Autobahn 24 und die künftige Anschlussstelle Grabow–Ludwigslust-Süd am Knotenpunkt A  14 /B 5. Den Gewerbearealen bei Fahrbinde, Techentin und Wanzlitz wird eine regionale Bedeutung eingeräumt. Weitere Flächen besitzen nur kommunale Bedeutung, andere sollten erhalten bzw. nicht unbedingt weiterentwickelt werden. Denn die Planer kamen bei ihrer Bestandsanalyse auch zu der Erkenntnis, dass die schon heute ausgewiesenen Gewerbeflächen selbst den künftigen Bedarf „weit überragen“ – wohl gemerkt als Fläche. Es sei aber eine qualitative Weiterentwicklung nötig, damit die Region an der neue Achse von der Ostsee bis nach Mittel- und Süddeutschland profitiert.

Darauf setzt auch Wöbbelins Bürgermeisterin Viola Tonn: „Wir müssen uns als ein Standort sehen und nicht nur an das Gewerbegebiet in der eigenen Gemeinde denken.“ Rastows Bürgermeister Ralf Egbert Scharlaug hatte zu Beginn der Planungsrunden zwar noch gehofft, dass Fahrbinde eine größere Beachtung erhält, da dieses Gewerbeareal unmittelbar am neuen Autobahnkreuz von A 14 und A 24 sowie an der B 106 liegt. Doch derzeit gibt es noch genügend freie Flächen auf dem rund 20 Hektar großen Gewerbeareal, die auf Investoren warten. Immerhin laufen hier derzeit zwei Projekte: Die Firma TSclean Tank- und Siloreinigung Neumann erweitert ihre Kapazitäten (SVZ berichtete) und gleich daneben entsteht eine neue Autobahnmeisterei.

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