Schwerin : Fleischerei Lange hilft dem Wünschewagen

Sie setzen dem Schweriner Fleischerhandwerk die Krone auf: Uwe Lange und sein Sohn Thomas sorgen dafür, dass ihre Wurstwaren den Geschmack der Kunden treffen. Beide engagieren sich auch für soziale Belange.
Sie setzen dem Schweriner Fleischerhandwerk die Krone auf: Uwe Lange und sein Sohn Thomas sorgen dafür, dass ihre Wurstwaren den Geschmack der Kunden treffen. Beide engagieren sich auch für soziale Belange.

Für Uwe und Thomas Lange von der Schweriner Traditionsfleischerei ist es Herzenssache, schwerstkranken Menschen zu helfen.

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02. Dezember 2019, 05:00 Uhr

„Klar machen wir beim Wünschewagen mit. Das ist schließlich eine tolle Sache, die man einfach unterstützen muss“, betont Fleischermeister Uwe Lange. „Weil viele Traditionsfirmen aus der Stadt sich beteiligen, engagieren wir uns auch “, ergänzt Thomas Lange, der Sohn. Er sei auch derjenige gewesen, der ihn auf die Aktion aufmerksam gemacht habe, erinnert sich der Senior. So hatte der 27-Jährige die Idee, sich am Sponsoring für die Thalia-Nacht zu beteiligen. Für einen guten Zweck. Denn das Geld kommt wiederum dem Wünschewagen MV zugute. Und Vater Lange ergänzt: „Ich habe Hochachtung vor der Arbeit dieser Ehrenamtler. Sie opfern ihre Freizeit, damit schwerstkranke Menschen, die nicht so viel Glück im Leben haben, noch mal unvergessliche Stunden erleben dürfen.“ Dass der Junior in seine Fußstapfen treten wird, ist bereits ausgemachte Sache. Und macht den 57-Jährigen glücklich. Setzt es seinem Lebenswerk doch die Krone auf. Auch weil der Nachfolger viele neue Impulse in den Familienbetrieb einbringt.

Unternehmen vor über 140 Jahren gegründet

Das Sponsoring am Wünschewagen ist ein sozialer Gedanke, der bei der heutigen Kundschaft des von Friedrich-Ludwig-Burkert vor über 140 Jahren gegründeten Unternehmens auf großes Wohlwollen stoßen dürfte. Dieser Herr war übrigens der Onkel des Urgroßvaters Gustav Burkert. „Der Name Lange kam etwa 1930 durch Einheiraten in die Familie“, erklärt Uwe Lange, als einer der vielen bisherigen Könige des guten Geschmacks.

Seit 1878 gibt es in Schwerin die Traditionsfirma Lange – damals waren Fleisch und Wurst noch eine Rarität, obwohl sie zu den ältesten Nahrungsmitteln des Menschen zählen. Und zu den begehrtesten. Auch wenn sie meist nur sonntags als Braten auf den Tisch kamen. Heute werden täglich hunderte Schweine- und Rinderhälften aus Partner-Schlachthöfen zu Wurst- und Fleischspezialitäten verarbeitet.

Aufgaben wandelten sich mit der Zeit

„Wursten“, sagt Uwe Lange, „ist eine Kunst“. Und er muss es wissen. Nicht nur, weil er im Stammhaus in der Wittenburger Straße 53 im ersten Stock geboren worden ist, sondern einst auch sein Laufgitter im Büro stand. „Ich bin mit der Fleischerei groß geworden. In den Ferien, ich war wohl 13 Jahre alt, durfte ich erstmals beim Ausliefern mithelfen, mit dem Messer am Knochen trainieren und Wurst zubinden. Mit meiner Lehre begann ich 1979“, erinnert sich der Fachmann. Für den es in seinem Familienbetrieb keine Wurst gibt, die er nicht mag. „Ich liebe aber ganz besonders unseren Rohschinken und die Salami“, gesteht der Unternehmer. Dessen Aufgaben sich im Laufe der Zeit gewandelt haben.

Qualität und Regionalität als Merkmale

„Früher war ich Fleischer, heute bin ich eher Verwaltungsfachangestellter und Personalchef“, erklärt Lange, der dafür sorgt, dass 80 Mitarbeiter bei ihm in Lohn und Brot stehen. Inklusive Lehrlinge. Von denen hat er im Laufe seiner bisherigen Amtszeit wohl an die 100 in die Geheimnisse des Handwerks eingeweiht. „Der überwiegende Teil ist auch im Beruf geblieben. Das freut mich.“ Als seine hervorstechenden Charaktereigenschaften bezeichnet der Schweriner Willensstärke und Ausdauer. „Mitunter bin ich zu gutmütig, aber das geht schon in Ordnung“, verrät Lange, der sich, wie er sagt, auf seine Mitarbeiter verlassen könne. „Ich habe ein gutes Führungsteam. So brauche ich nicht der Vorturner für alles sein.“

Qualität und Regionalität sind zwei Forderungen, von denen Uwe Lange keinen Millimeter abweicht. Absolute Frische werde täglich in Umlauf gebracht, weil nur so bei den Kunden langfristig zu punkten sei. Und ihr Vertrauen habe für ihn seit Jahren oberste Priorität. Mit Party-Service und Imbiss komplettiert der Landeshauptstädter sein Angebot.

Weiterlesen:

>> Alles rund um das Projekt "Wünschewagen" lesen Sie auf www.svz.de/wuenschewagen

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