Schwerin : Mueß: Im Stadtteil wird weiter gebaut

Wohngebiet Nedderfeld: „Durch die ausgewogene Anordnung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern entstanden gute öffentliche und private Räume“, lobt Stadtplaner Axel Höhn.

Wohngebiet Nedderfeld: „Durch die ausgewogene Anordnung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern entstanden gute öffentliche und private Räume“, lobt Stadtplaner Axel Höhn.

SVZ-Serie zur Entwicklung der Stadtteile – heute: Mueß.

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11. November 2019, 05:00 Uhr

Lust machen, die Stadtteile und ihre Architektur wieder oder neu zu entdecken – das ist der Wunsch des früheren Baudezernenten Axel Höhn für die Schweriner. Sein Buch „Die Stadt weiterbauen“ soll dafür die passenden Anregungen geben. In loser Folge stellt SVZ die Stadtteile vor – heute: Mueß.

In wohl keinem anderen Stadtteil Schwerins wird in den kommenden Jahren so viel gebaut wie in Mueß. Denn zum einen wird es nach jetziger Planung noch bis zum Jahr 2022 dauern, ehe der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 321 fertig ist. Für die Mueßer geht es danach aber erst richtig los. Denn die marode Alte Crivitzer Landstraße soll endlich erneuert werden. Die Planung steht schon lange, die Umsetzung ist aber natürlich erst möglich, wenn der Verkehr wieder uneingeschränkt über die B 321 rollen kann.

Bauarbeiten im Freilichtmuseum

Zudem soll im Freilichtmuseum eifrig gebaut werden. Auf der Agenda stehen unter anderem eine Steganlage, ein Parkplatz und die Verlegung des Eingangsbereiches. Die Stadtplaner erhoffen sich davon eine Beruhigung der Verkehrssituation und eine Steigerung der Besucherzahlen. 2025 will das Freilichtmuseum Außenstandort der Bundesgartenschau Rostock werden.

Seit 1970 wurde in Mueß das agrarhistorisches Museum aufgebaut. Die städtische Einrichtung informiert über die Lebensweise der mecklenburgischen Landbevölkerung vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts und bietet wechselnde Ausstellungen.

Hintergrund: Slawische Wurzeln

Bereits Georg Christian Friedrich Lisch ging davon aus, dass die Halbinsel Reppin von Slawen besiedelt war und sich hier ein slawischer Burgwall befand. Zwar ist diese Auffassung bis heute nicht gänzlich bewiesen, sie wird jedoch durch die Lage des Walls sowie durch archäologische Funde gedeckt. In der Nähe befinden sich auch ehemalige Tongruben und Abfälle einer Ziegelproduktion. Selbst der Name lässt sich aus dem slawischen Repin ableiten und bedeutet so viel wie Rübenland oder Rübendorf, was auf eine landwirtschaftliche Nutzung in dieser Zeit schließen lässt. Die erste urkundliche Erwähnung des ursprünglichen Fischer- und Bauerndorfes Mueß stammt aus dem Jahr 1304. Das Dorf befand sich zu der Zeit im Besitz des Ritters von Hazekop. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde es durch den mecklenburgischen Herzog erworben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem das Dorf zerstört wurde, erfolgte eine Neubesiedlung. 1775 wurde für Prinzessin Charlotta ein Wanderweg zwischen Zippendorf und Mueß angelegt, der zeitweise durch einen Schlagbaum abgesperrt wurde. 1936 wurde Mueß nach Schwerin eingemeindet.

(Quelle: Wikipedia)

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