Hilfe in Corona-Zeiten : Leser unterstützen Zoos mit mehr als 10.000 Euro

Baustelle im Zoo: Am geplanten Rote-Liste-Zentrum mit der neuen Löwenanlage hält Direktor Dr. Tim Schikora fest.
Baustelle im Zoo: Am geplanten Rote-Liste-Zentrum mit der neuen Löwenanlage hält Direktor Dr. Tim Schikora fest.

Tierparks in Schwerin und Rostock freuen sich über Geld aus Spendenaufruf unserer Zeitung.

23-13214194_23-66107979_1416392498.JPG von
23. Mai 2020, 15:30 Uhr

„Bekommen wir keine schnellen Hilfen, droht uns ein Fiasko“, hatte Schwerins Zoo-Direktor Dr. Tim Schikora Anfang April gewarnt. Gut einen Monat war der Tierpark wegen der Corona-Pandemie insgesamt geschlossen, musste auf Einnahmen in sechsstelliger Höhe verzichten. Den Kollegen vom Rostocker Zoo erging es nicht anders. Um beiden Einrichtungen zu helfen, rief unsere Zeitung zu einer Spendenaktion auf. Nun gibt es ein Zwischenergebnis: Mehr als 10.000 Euro gingen ein. Jeder Zoo kann sich also über rund 5000 Euro freuen.

Dankbar für Unterstützung

„Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagt Schikora. Auf 350.000 Euro beziffert er den Umsatzverlust durch die vorübergehende Schließung. Und auch seit der Wiedereröffnung am 22. April seien dem Tierpark wichtige Einnahmen verloren gegangen, etwa weil Führungen und Geburtstagsfeiern nicht angeboten werden dürften. „Auf der anderen Seite muss der Zoo zusätzliches Geld aufwenden, um beispielsweise die strengen Hygienevorschriften einzuhalten“, rechnet der Direktor vor.

Trotzdem: Schikora ist froh, dass die Schweriner ihrem Tierpark die Treue halten. Etwa 20.000 Gäste seien nach dem Neustart in den Zoo gekommen, berichtet er. Mit einer Maske könnten mittlerweile auch die Tierhäuser wieder besichtigt werden, Zooladen und Gastronomie seien ebenfalls geöffnet. „Die Abstandsregel gilt selbstverständlich auch im Zoo – 1,50 Meter oder eine Tapirlänge sollten eingehalten werden“, erklärt der Direktor.

1,2 Millionen Euro Zuschuss jährlich

115.000 Euro bekam der Schweriner Zoo als Nothilfe vom Land. Auf 1,2 Millionen Euro beläuft sich der Zuschuss, den der Tierpark jährlich von der Kommune erhält. Aktuell gäbe es Gespräche mit der Stadt über die Konsequenzen aus der Corona-Krise, schildert Schikora. „Am Bau des geplanten Rote-Liste-Zentrums mit der neuen Löwenanlage wollen wir aber auf jeden Fall festhalten.“

Der Direktor hofft, dass nun auch wieder die Touristen dem Zoo einen Besuch abstatten. Ihre Zahl sei momentan freilich schwer kalkulierbar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen