Schwerin : Familienpaten helfen in allen Lebenslagen

Koordinieren das Projekt Familienpaten: Brigitte Meisch (l.) und Ingrid Mans (r.), Christiane Dechau vom Seniorenbüro hilft.
Koordinieren das Projekt Familienpaten: Brigitte Meisch (l.) und Ingrid Mans (r.), Christiane Dechau vom Seniorenbüro hilft.

Gemeinschaftsaktion von SVZ und Helios unterstützt Vereine und gemeinnützige Projekte mit insgesamt 10 000 Euro,

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16. März 2020, 05:00 Uhr

Hilfe wird überall gebraucht, nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie. Unterstützung suchen auch Sport- und Gesundheitsvereine, Kultur- und Integrationsgruppen, Fördervereine von Schulen und Kitas aus Schwerin und dem Umland. Einigen von ihnen kann jetzt geholfen werden. Mit der Gemeinschaftsaktion „10 000 für Zehn“ der Schweriner Helios-Kliniken und der SVZ erhalten zehn von ihnen eine finanzielle Unterstützung. Insgesamt 10 000 Euro werden dafür bereit gestellt.

In diesen Fällen stehen sie bereit

Zu den Projekten, die Hilfe suchen, gehören die Schweriner Familienpaten. Sie sind da, wenn Not am Mann ist: Wenn alleinstehende Mütter es nicht schaffen, ihr Kind regelmäßig zur Musikschule oder zum Training zu bringen. Wenn Migrantenfamilien Hilfe suchen bei der Erledigung der Formalitäten für die Anmeldung ihrer Kinder in Schule, Kita und Krippe. Wenn alleinerziehende Väter nicht mehr klar kommen mit der pubertierenden Tochter und bei vielen anderen besonderen Lebenslagen, in denen Schweriner Hilfe suchen.

Seit 2012 gibt es dieses Projekt, das beim Schweriner Bündnis für Familien angesiedelt ist. „Wir haben seither 112 Familien über längere Zeiträume, meist jeweils ein Jahr lang, betreut“, berichtet Ingrid Mans. Sie gehört mit Brigitte Meisch und Karin Hummel zum dreiköpfigen Koordinierungsteam, dass die Einsätze der Familienpaten lenkt und leitet. „Wir können schnell, unbürokratisch und kostenlos helfen“, nennt Ingrid Mans den großen Vorteil der Familienpaten. Sie haben ein großes Netzwerk, viele Kontaktadressen und Erfahrung.

Mit Empathie und Fingerspitzengefühl

„Wir können und wollen nicht die Arbeit hauptamtlicher Stellen und Einrichtungen übernehmen, aber wir können beraten und Hilfe zur Selbsthilfe organisieren“, fügt Brigitte Meisch hinzu. „Wir leben Nachbarschaftshilfe.“ Alle Familienpaten sind geschult und werden regelmäßig weitergebildet, denn sie müssen mit Empathie und Fingerspitzengefühl agieren, dürfen Persönlichkeitsrechte und Datenschutz nicht außer Acht lassen. Und sie sind keine Wunschgroßeltern, sondern Paten. Das wird vertraglich fixiert.

Die Familienpaten arbeiten komplett ehrenamtlich, bezahlen sogar die Fahrkosten, wenn sie helfen. „Auch Weiterbildung kostet Geld“, sagt Ingrid Mans, Deshalb bewerben sie sich um 1000 Euro aus der Gemeinschaftsaktion von SVZ und Helios.

Hintergrund: So können Sie sich bewerben

Die  Schweriner Helios-Kliniken und die SVZ wollen mit der Aktion „10 000 für 10“ Vereine und soziale Projekte in der Landeshauptstadt und der Region fördern. Dafür stellt Helios insgesamt 10 000 Euro zur Verfügung. „Wir sind ein großes Unternehmen, das sich für die Region engagiert. Das sehen wir auch als unsere Verantwortung an“, sagt Klinikgeschäftsführer Daniel Dellmann. Angesichts der großen Resonanz im vergangenen Jahr – es waren fast 30 Bewerbungen eingegangen – wird die Aktion in diesem Jahr erneut aufgelegt.

Bewerben für die diesjährige Förderung können sich Vereine und soziale Projekte aus Schwerin  und der Region, die Unterstützung brauchen – mit  Ausnahme derjenigen, die 2019 gefördert wurden. Welcher Verein letztlich Geld erhält, wird eine Jury entscheiden. Projektanträge können bis Ostern eingereicht werden. Die Formulare sind im Internet  zu finden und können unter svz.de unter Aktion „10000 für zehn“ oder helios-gesundheit.de/schwerin  geladen werden. Eingereicht werden können die Anträge online oder per Post an SVZ-Chefredaktion, Aktion „10 000 für 10“, Gutenbergstraße 1 in 19061 Schwerin.

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