Ergebnis der Obduktion : Taucher im Ziegelsee ist ertrunken

Schilder weisen auf das Tauchverbot im ganzen Ziegelsee hin.
Schilder weisen auf das Tauchverbot im ganzen Ziegelsee hin.

Rechtsmediziner konnten keine Hinweise auf eine Straftat finden. Jetzt soll die Ausrüstung des toten Tauchers untersucht werden.

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02. August 2019, 11:22 Uhr

Der in einem Schweriner See tödlich verunglückte Taucher ist ertrunken. Das habe eine Obduktion ergeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Rechtsmediziner hätten zwar keine Hinweise auf eine Straftat gefunden, trotzdem soll die Tauchausrüstung des Mannes genauer auf eventuelle Fehler untersucht werden. Der 35-Jährige aus Frankfurt(Oder) sei ein erfahrener Taucher gewesen, der schon öfter auch nach Kriegswaffen getaucht haben soll.

Ermittlungen gegen Überlebenden

Wenn an der Tauchtechnik irgendetwas auffällt, werde ein Gutachter eingeschaltet, sagte der Sprecher. Die Leiche des 35-Jährigen war am Montagfrüh aus dem Ziegelinnensee geborgen worden.

Weiterlesen: Tod im Ziegelsee - Illegale Munitionssuche in Schwerin

Der 37 Jahre alte Begleiter, der aus Barth (Vorpommern-Rügen) stammt, hatte seinen Bekannten vermisst und die Retter alarmiert. Bei der Bergung wurde auch Munition gefunden und durch den Munitionsbergungsdienst sichergestellt. Die Polizei ermittelt gegen den überlebenden Mann wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Darauf steht mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe.

Taucher waren gut vorbereitet

Die Männer sollen den Tauchgang gründlich vorbereitet haben. So waren sie mit Transporter gekommen und hatten nachts auf dem See zwei kleine Flöße mit Kisten zum Lagern von Fundmunition und -waffen dabei. Am Ziegelinnensee wurden schon mehrfach Taucher bei solch illegalen Aktionen gemeldet, hieß es. Dort und im unweit entfernten Pfaffenteich seien 1945 bei Kriegsende Unmengen von Munition und Waffen entsorgt worden. Im Ziegelinnensee, der zwischen 7 und 16 Metern tief ist, ist Tauchen verboten.

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