Betrieb mehrere Stunden beeinträchtigt : Weißes Pulver im Schweriner Landgericht

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Briefumschlag gefunden: Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte sichern Poststelle. Die Brandschützer übernehmen für zwei Stunden das Kommando.

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03. Juni 2019, 10:00 Uhr

Wieder weißes Pulver: Am Montag gegen 9 Uhr ist ein Umschlag mit einer ungeklärten Substanz im Landgericht in Schwerin angekommen. Die Gefahrenabwehr der Feuerwehr, die Polizei und auch Notarzt und Sanitäter waren am Demmlerplatz sofort im Einsatz. Jetzt kommt die Entwarnung: „Bei dem Inhalt des Umschlages handelt es sich um einen christallinen Stoff und nicht um feines Pulver. Eine größere Gefahr konnten wir vorerst ausschließen“, sagt Einsatzleiter Alexander Schulz von der Schweriner Berufsfeuerwehr. Statt der ursprünglich gemeldeten fünf Personen, die im Umfeld des Briefes gesichert wurden, stellte sich heraus, dass nur eine Person in Kontakt mit dem Umschlag war. „Zur Sicherheit wurden hier ärztliche Betreuungsmaßnahmen eingeleitet. Aber es gab keine Symptome oder Reaktionen“, so Schulz. Die Polizei wird nun weiter ermitteln, um welchen Stoff es sich handelt, wer möglichweise der Absender ist und ob die ähnlichen Vorfälle im Stadthaus und in der Staatskanzlei, die die kürzlich ebenfalls solche Briefe erreichten, miteinander in Verbindung stehen.

Immer wieder gehen in offiziellen Stellen in Deutschland Briefe oder Päckchen mit unbekanntem Pulver ein. Bisher erwiesen sich die Substanzen stets als harmlos. In den USA hatten Briefe jedoch auch schon potenziell tödliche Milzbrand-Erreger (Anthrax) in Pulverform enthalten.

Zuletzt waren in Schwerin im Februar die Stadtverwaltung und im Mai die Staatskanzlei von verdächtigen Postsendungen betroffen gewesen. In der Staatskanzlei stellte sich später heraus, dass sich Verpackungsmaterial eines Paketes aufgelöst hatte und als Pulver herausgerieselt war. Kurz vor der Kommunalwahl erhielt ein AfD-Kommunalpolitiker in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) einen Pulver-Brief.

Weiterlesen: Weißes Pulver im Briefumschlag: Alarm in der Staatskanzlei

Weiterlesen: Anthrax-Anschlag auf die Bußgeldstelle?

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