Ast stürzt auf Bierwagen in Schwerin : Gutachter bestätigt: Es gab Warnzeichen

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Nach dem folgenschwerem Astabbruch an der Freilichtbühne Schwerin liegt nun das Gutachten der Staatsanwaltschaft vor.

svz.de von
14. August 2019, 14:14 Uhr

Das durch einen herabstürzenden Ast auf der Freilichtbühne Schwerin verursachte Unglück mit 29 Verletzten hätte möglicherweise durch eine fachmännische Baumschau verhindert werden können. Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin am Mittwoch mitteilte, kam der durch sie beauftragte Sachverständige zu dem Ergebnis, dass der Abbruch auf eine ausgedehnte Holzzersetzung zurückzuführen ist.

Eine auffällige Formierung der Stammbasis, das Rindenbild des Stammes sowie der Zustand der Gabelung in sechs bis acht Metern Höhe hätten nach Ansicht des Fachmannes Anlass gegeben, „den Baum einem qualifizierten Fachmann zur Beurteilung vorzustellen“.

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18-Meter-Ast fiel auf Getränkestand

Bei dem Unglück Ende Juli war unmittelbar vor Beginn einer Open-Air-Veranstaltung ein etwa 18 Meter langer, stammgleicher Ast abgebrochen und auf einen dicht umlagerten Getränkestand gestürzt.

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Jens Büttner/dpa
 

Unter den Opfern waren auch mehrere Schwerverletzte, die länger im Krankenhaus behandelt werden mussten. Auf dem Gelände der Freilichtbühne waren zum Zeitpunkt des Unglücks rund 1000 Menschen.

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Der Betreiber der Freilichtbühne, die C & M Concert und Management GmbH, hatte erklärt, dass die Bäume auf dem Gelände regelmäßig durch eine Fachfirma gepflegt worden seien. Als Konsequenz aus dem Unglück wurden Anfang August aber mehrere Bäume vorsorglich gefällt.

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>> Ein ausführlicher Bericht folgt

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