Aktion „Zehntausend für Zehn“ : Geldregen für pfiffige Vereine

Dinge anpacken, statt nur darüber zu reden, sagt Daniel Dellmann
Dinge anpacken, statt nur darüber zu reden, sagt Daniel Dellmann

Geschäftsführer Daniel Dellmann im Interview: Warum die Helios-Kliniken Schwerin ehrenamtliches Engagement fördern

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09. März 2019, 05:00 Uhr

Ein Batzen Geld für Vereine in und um die Landeshauptstadt: Die Schweriner Volkszeitung möchte gemeinsam mit den Helios-Kliniken Schwerin Vereine und soziale Projekte aus der Region fördern. Dafür stellt Helios 10 000 Euro zur Verfügung. Mit Klinikgeschäftsführer Daniel Dellmann sprach Michael Seidel über die Motivation für das Projekt.

Herr Dellmann, Vereinsförderung ist nicht gerade das Kerngeschäft eines Klinikums. Was treibt Sie, dafür Geld in die Hand zu nehmen?
Na, Sport und Gesundheit – da sehe ich schon einen gewissen Zusammenhang. Aber im Ernst: Seit Langem schon sind wir fest engagiert im Spitzensport, unter anderem bei den Handballerinnen von Grün-Weiß und den Volleyballdamen vom Schweriner SC. Jetzt möchte ich zusätzlich den Fokus auf den Breitensport richten. Wir möchten etwas dazu beitragen, dass nicht die, die am lautesten schreien, eine Zuwendung bekommen, sondern die mit den schlüssigsten Konzepten sollen gewinnen.

Also geht es Ihnen „nur“ um Sportvereine?
Nein, keineswegs. Wir würden uns freuen, wenn sich grundsätzlich alle Vereine oder auch Initiativen bewerben, die sich in irgendeiner Weise darum kümmern, dass Kinder und Jugendliche, aber vielleicht auch Berufstätige oder Senioren in ihrer Freizeit etwas Vernünftiges machen, was ihnen selbst und anderen zugute kommt. Aber zugegeben: Die Idee ist aus dem Breitensport geboren.

Auch andere Institutionen umwerben Vereine mit Geldscheinen - meist aus Marketinggründen. Hat Helios gute Presse nötig?
Uns kommt es nicht darauf an, in Funk und Fernsehen zu kommen. Wir sind schlicht ein großes Unternehmen, dass sich für die Region engagiert. Das sehen wir auch als unsere Verantwortung Gewiss gibt es in so einem großen Haus auch hier und da mal Probleme. Doch wo sie auftreten, arbeiten wir mit Nachdruck an deren Behebung.

Dank Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam 10 000 Euro für 10 Vereine zur Verfügung stellen. Heißt das, jeder Ausgewählte erhält 1000 Euro?
Nein, Nach meiner Erfahrung braucht mancher Verein vielleicht nur ein paar hundert Euro, ein anderer hat größeren Bedarf. „Zehntausend für zehn“ ist ein Format, dass wir ausprobieren wollen. Ich bin optimistisch, dass es an Ideen ganz bestimmt nicht mangeln wird. Wenn es gut läuft, soll die Aktion keine Eintagsfliege bleiben.

Wer entscheidet, welcher Verein wie viel Geld bekommt?
Wir sind gerade dabei, eine Jury zu bilden, die breiter aufgestellt ist, über Helios und SVZ hinaus. Damit gar nicht der Eindruck entsteht, das sei schon alles vorausgewählt.

Wie können sich interessierte Vereine informieren und bewerben?
Es gibt für unsere Aktion die Internetseite www.svz.de/zehntausendfuerzehn. Dort sind alle Informationen zu finden.

Weitere Informationen zur Aktion „Zehntausend für Zehn“

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