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Museumsanbau Schwerin : 800 Quadratmeter für die Kunst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anbau am Staatlichen Museum nimmt Konturen an: Ausstellung der Moderne soll im Sommer eröffnet werden

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Der Raum ist imposant, die Größe beeindruckend: 33 Meter lang, 13 Meter breit, fünf Meter hoch. Eine Stirnseite ist fast komplett verglast und gibt den Blick auf den Schweriner See und das Schloss frei. Diagonal versetzt lassen zwei weitere raumhohe Fenster Tageslicht herein, der Rest des Saales sind glatte Betonwände. Daran werden künftig Bilder von Künstlern der Moderne hängen. Weitere Objekte und Readymades von Marcel Duchamp bis Günther Uecker sollen im Raum platziert werden, der durch eine Lichtdecke gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Spotlights sind auf die Kunstwerke fokussiert.

Doch ganz soweit ist es noch nicht. Derzeit haben noch Bauarbeiter im Anbau des Staatlichen Museums das Sagen. „In drei Monaten sind wir fertig. Im Mai ist Übergabe“, sagt Uwe Jannsen vom Finanzministerium.

Der im Innenhof des 134 Jahre alten Galeriegebäudes entstandene Anbau ist als Ergänzungsbau zu sehen, erklärt Michael Bleyder, Leiter des Geschäftsbereichs Schwerin des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes. „Die Fassade besteht aus geschüttetem Beton mit Farbpigmenten, der Sockel ist abgeschliffen. So passt sich das neue Gebäude optisch dem alten an. “ Zu erreichen sein wird es über eine verglaste Brücke vom Hauptgebäude. Der Durchgang wird vom jetzigen Saal der Sonderausstellungen im Theaterflügel geschaffen und führt die Besucher in den oberen großen Saal des Anbaus. Der werde aber auch noch durch einen zweiten Eingang im Erdgeschoss direkt zu erreichen sein. So können dort auch Veranstaltungen stattfinden.

Ein Fahrstuhl ermöglicht den behindertengerechten Zugang zu beiden Etagen. Modernität wird auch sonst groß geschrieben in dem Bauwerk. Als Wärmequelle dient Geothermie, geheizt wird durch die Wände. Besonders viel Platz im Keller sieben Meter unter der Erdoberfläche nehmen die Lüftungsanlagen ein, denn die Ausstellungsräume müssen konstant klimatisiert werden. Zudem werden dort Sanitärräume und die Garderobe untergebracht. Das ganze Gebäude ist einbruchssicher, betont Bleyder. „Das Sicherheitskonzept wurde in Kooperation mit dem Landeskriminalamt entwickelt“, betont der BBL-Chef.

Zum Ausstellungskonzept hingegen können die beiden Fachleute vom Bau nichts sagen. Das sei Sache des Museums. „Wir haben natürlich schon konzeptionelle Ideen entwickelt. Über ihre Umsetzung wird aber immer erst in den Ausstellungsräumen entschieden“, sagt Dr. Dirk Blübaum. Deshalb werde auch Zeit für die Umsetzung benötigt. Die Eröffnung sei für den Sommer geplant.

Der Neubau kostet 8,3 Millionen Euro. 90 Prozent davon sind Fördermittel der EU.

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