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Bauboom in Schwerin geht weiter : 80 Wohnungen im Werderpark geplant

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Der Bauboom in Schwerin geht weiter. Im hinteren Bereich der ehemaligen Werderklinik - immerhin ein Areal mit insgesamt 22.253 Quadratmetern Fläche - sollen sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 Wohnungen entstehen.

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erstellt am 27.Dez.2012 | 05:40 Uhr

Werdervorstadt | Der Bauboom in Schwerin geht weiter. Im hinteren Bereich der ehemaligen Werderklinik - immerhin ein Areal mit insgesamt 22 253 Quadratmetern Fläche - sollen sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 80 Wohnungen entstehen. Das Plakat mit der Animation des künftigen "Werderparks" gibt es bereits, ebenso Flyer, mit denen Interessierte weitere Informationen anfordern können. Eine eigene Internetseite soll Anfang Januar freigeschaltet werden unter www.werder-park.de.

Bauherr wird die MPM - Mecklenburger Projekt-Management GmbH sein. Geschäftsführer Mario Kube erklärt Interessenten schon jetzt gern die Idee hinter dem neuen Quartier und kann bereits die ersten Wohnungsgrundrisse zeigen - obwohl für die Häuser aktuell noch keine Baugenehmigung vorliegt. "Für das erste Baufeld haben wir die nötigen Anträge jetzt bei der Stadt eingereicht", sagt Kube. Er hofft auf einen Baubeginn für die ersten drei Stadtvillen im Sommer 2013. Ein Jahr später sollen dann die Mieter - oder Eigentümer - einziehen können. "Wir wollen Wohnungen anbieten für unterschiedliche Ansprüche", betont Mario Kube. "Ein bisschen anders als das Hafenquartier am Ziegelinnensee, mit weniger Wohnungen in einem Gebäude." Über die konkreten Preise könne er jetzt aber noch nichts sagen. Klar ist allerdings: Die Wohnungen werden zwischen 50 und 150 Quadratmeter groß sein. Geplant sind 2- bis 5-Raum-Wohnungen, darunter Penthäuser und Maisonette-Wohnungen. Letztere erstrecken sich mit einer Treppe über zwei Etagen, haben dabei auf jedem Stockwerk einen Eingang. "Wenn der neue Eigentümer es wünscht, kann er natürlich auch auf einen Eingang verzichten. Unser Ansatz ist aber erstmal, alle Wohnungen barrierearm zu bauen."

Die Neubauten mit vier Etagen und Staffelgeschoss haben noch einiges mehr zu bieten: zahlreiche Balkone, einen Fahrstuhl in der Mitte jedes Hauses, Kaminanschluss in jeder Wohnung, Fußbodenheizung, Wärmerückgewinnung durch kontrollierte Be- und Entlüftung, sowie 40er-Porenbetonwände, die eine weitere Dämmung weitgehend unnötig machen. Energetische Zielstellung sei es dabei, mindestens den Energiestandard KfW-Effizienzhaus 70 zu erreichen. Um die Autos möglichst vom Gelände fernzuhalten und den Park liebev oll anzulegen, werden nicht alle Stellplätze auf dem Areal oberirdisch angelegt. Stattdessen kommt unter das erste Baufeld eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen. "Wir setzen auf hohe Qualität, die bezahlbar ist", sagt Kube.

Ein Großteil der Gebäude, die heute im Bereich zwischen Robert-Koch-, Werder- und Hospitalstraße stehen, müssen für dieses ehrgeizige Projekt abgerissen werden: vor allem alte Nutzbauten. Doch neben dem von Demmler gebauten Krankenhaus, das mittlerweile die VR-Bank gekauft hat, stehen noch weitere Gebäude auf dem Klinikgelände unter Schutz und müssen erhalten bleiben: Zum einen das 1870 erbaute, hufeisenförmige Seuchenhaus sowie die Direktorenwohnung - ein klassisches, etwa 140 Quadratmeter großes Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren, das typisch ist für den deutschen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Im ehemaligen Seuchenhaus könnte es künftig eine"Büronutzung im weitesten Sinne" geben, sagt Kube. Eine ruhige Gewerbeansiedlung, die ins Wohngebiet passt, schwebt ihm dabei vor.

Nach Baufeld Nummer 1 stehen noch drei weitere, ähnliche Neubauten auf dem Plan. Sie säumen die Robert-Koch-Straße, während sich die ersten drei an der Ausrichtung des historischen Klinikgebäudes orientieren. "In vier Jahren sollte der Werderpark dann grundsätzlich fertiggestellt sein", blickt Mario Kube voraus. So lautete auch die Vereinbarung mit der Stadt beim Kauf des Areals vor einem Jahr. Und daran will er sich halten.

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