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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 15:06 Uhr

Luther Jubiläum : 500 Luther-Porträts zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Maibritt Wendig nimmt Schweriner mit auf eine „Zeitreise zur Reformation“ und bringt Jung und Alt zum Zeichnen

von
erstellt am 08.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Noch sind es keine 500 Porträts von Martin Luther. Aber Maibritt Wendig hofft, dass bis zum großen Reformations-Jubiläum am 31. Oktober noch etliche Bleistiftzeichnungen mit dem Konterfei des Kirchenmannes dazukommen, die die 52-jährige Künstlerin für eine Ausstellung im Kunst-Wasser-Werk benötigt.

Unter dem Motto „Zeitreise zur Reformation“ ist Maibritt Wendig seit Wochen in Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen unterwegs. 500 Jahre nach dem Thesen-Anschlag zu Wittenberg bringt sie Schwerinern aller Generationen das Leben und Wirken von Martin Luther nahe. Denn Maibritt Wendig ist nicht nur Künstlerin, sondern auch gemeindepädagogische Mitarbeiterin in der Schelfgemeinde. Bei diesem Projekt fordert sie ihre Zuhörer nun auf, zu einem Bleistift zu greifen und ein Porträt von Martin Luther zu zeichnen. Jeweils 16 Werke fügt Wendig zusammen, diese werden auf eine Leinwand gedruckt und kommen so in die Ausstellung. „Zu sehen ist die am 28. Oktober bei der Kulturnacht im Kunst-Wasser-Werk“, verrät die 52-Jährige. Zur Nacht der Reformation am 30. Oktober wandert die Schau in die Schelfkirche. Und vom 5. November an werden die Leinwände in der Versöhnungsgemeinde in Lankow ausgestellt – bis zum Frühjahr. Maibritt Wendig wünscht sind, dass die Bilder danach an weiteren Orten gezeigt werden.

Doch das ist Zukunftsmusik. Noch ist die Schwerinerin in der Stadt unterwegs, um über Martin Luther zu erzählen und Zeichnungen einzusammeln. Darauf hat sich Maibritt Wendig akribisch vorbereitet. Sie hat eine Bibel aus dem Jahr 1871 dabei und ein Porträt des Reformators, das sein Zeitgenosse Lucas Cranach gemalt hatte. Hinzu kommen ein Modell der Wartburg und auch des Zimmers, in dem Junker Jörg, alias Martin Luther, ein Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben soll. Die Modelle und die entsprechenden Handpuppen hat Maibritt Wendig extra angefertigt. „So wird alles anschaulicher“, erzählt die Künstlerin. Gerade ihre jungen Zeichenschüler reagieren darauf sehr gut, machen begeistert mit. „Viele der Kinder hatten aber noch nie gehört, dass Martin Luther seine Thesen vor 500 Jahren an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg genagelt hatte und dass er auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche übersetzt hatte“, erzählt Wendig. Die älteren Schweriner kennen sich da besser aus. Senioren erzählen schon mal gerne Anekdoten aus ihrer Konfirmandenzeit.

Auf einen anstehenden Zeitreise-Termin ist Maibritt Wendig zudem schon sehr gespannt: Mit ihrem Projekt wird sie noch in der Erstaufnahme-Einrichtung in Stern Buchholz zu Gast sein und Luther-Porträts mit Flüchtlingskindern zeichnen. Und wer selbst noch ein Luther-Bild beisteuern möchte, kann zu Papier und Bleistift greifen. Diese Zeichnungen können im Kunst-Wasser-Werk oder bei der Schelfgemeinde abgegeben werden. Denn noch fehlen Porträts von Martin Luther, um die 500 Stück zusammen zu bekommen.

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