Segelunglück in Schwerin : 43-jähriger Segler vor der Insel Lieps vermisst

<strong>Beliebtes Segelrevier: </strong>Auf dem Schweriner Außensee wird traditionell der  Insel-Lieps-Pokal ausgesegelt. Wo hier die Laser kreuzen, verunglückte am Sonntagnachmittag ein 20er-Jollenkreuzer. Ein 43-jähriger Segler wird noch vermisst. <foto>ZVS</foto>
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Beliebtes Segelrevier: Auf dem Schweriner Außensee wird traditionell der Insel-Lieps-Pokal ausgesegelt. Wo hier die Laser kreuzen, verunglückte am Sonntagnachmittag ein 20er-Jollenkreuzer. Ein 43-jähriger Segler wird noch vermisst. ZVS

Von dem 43-jährigen Schweriner Segler, der am Sonntag mit einem Boot auf dem Schweriner Außensee vor der Insel Lieps bei einem Gewitter gekentert war, fehlte auch gestern noch jede Spur.

svz.de von
10. Juli 2012, 10:43 Uhr

Schwerin | Fieberhaft haben Polizei, Feuerwehr und DLRG gestern den ganze n Tag lang nach dem 43-jährigen Segler gesuc ht, der am Sonntag nachmittag auf dem Schweriner Au ßensee vor der Insel Lieps ver unglückt war. Neben mehreren Booten ist auch ein Hubschrauber im Einsatz gewesen. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, den vermissten Mann noch lebend zu finden ", sagte Polizeihauptkom missar Christian Schönberg von der Schweriner Wasserschutzpolizeiinspektion.

Den verunglückten Segler noch lebend zu finden, an diese Hoffnung klammern sich auch die Mitglieder des SV Mecklenburgisches Staatstheater. Seit vielen Jahren ist der vermisste 43-Jährige in diesem Klub aktiv, arbeitet als Traine r. "Die Betroffenheit im Verein ist sehr groß", berichtete der Vorsitzende, Roland Streit. Zahlreiche Mitglieder, auch von außerhalb, hätten bei ihm angerufen, um ihre Anteilnahme auszudrücken und sich über den Stand der Suchaktion zu informieren. Der 43-Jährige sei ein besonders erfahrener Segler und bei den Vereinsmitgliedern überaus beliebt, so Streit.

Am Sonntag gegen 16 Uhr hatte sich das Unglück ereignet: Das sechs Meter lange Boot, ein 20er-Jollenkreuzer mit Kajüte, mit dem der 43-Jährige un terwegs war, kenterte bei Gewitter und schwerer See. Ein 30-jähriger Schwe riner, der mit an Bord war, konnte gerettet werden. Er wurde ins Klinikum nach Wismar gebracht, ist nach An gaben der Polizei gestern aber schon wieder entlassen worden.

Zeugen hatten das Unglück am Sonntag beobachtet und sofort die Rettun gskräfte verständigt. "Die beiden Segler sind in eine richtige Schlecht wetterfront mit Regen und heftigen Windböen geraten", schilderte Hauptkommissar Schönberg von der Wasserschutzpolizei.

Die Ermittlungen in dem Fall hat die Kripo in Wismar übernommen. Ob auch Taucher eingesetzt werden sollen, um den 43-Jährigen zu finden, ließ die Polizei gestern noch offen. Zunächst müsse abgewartet werden, zu welchem Ergebnis die Suche mit dem Hubschrauber führe, hieß es. Er gehe davon aus, dass die Suche noch wenigstens heute und morgen fortgesetzt werde, sagte Schwerins DLRG-Chef Peter Schröder.

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