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Schwerin : 31-Jährige springt vom Fernsehturm in den Tod

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei: Frau aus Wismar hinterließ Abschiedsbrief / Bestürzung bei den Anwohnern

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Tragödie in 100 Metern Höhe: Eine 31-jährige Frau aus Wismar hat sich am Sonnabend von der Aussichtsplattform des Schweriner Fernsehturms in den Tod gestürzt. Nach Angaben der Polizei hinterließ die Frau einen Abschiedsbrief. Die Ermittler gehen auch deshalb von einem Suizid aus. Anwohner zeigten sich erschüttert.

Um 18.05 Uhr traf am Sonnabend ein Notruf aus der Stralsunder Straße in der Rettungsleitstelle ein. Unterhalb des Fernsehturms soll eine Person liegen, hieß es. Ein Rettungsfahrzeug und Notarztwagen machten sich sofort auf den Weg. Die Besatzungen konnten aber nur noch den Tod der 31-jährigen Wismaranerin feststellen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist die Frau aus einem geöffneten Fenster der Aussichtsplattform gestürzt. Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unglücks dauern noch an.

Groß war die Bestürzung auch gestern noch bei der Belegschaft des Fernsehturm-Restaurants. „Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der diesen Weg geht?“, fragte eine Mitarbeiterin. Die Gaststätte hatte mit Einverständnis der Polizei am Sonntag geöffnet.

„Ich hätte nie für möglich gehalten, dass so etwas am Fernsehturm passiert“, sagte Anwohnerin Vanessa Tetz, die gestern Nachmittag den Unglücksort aufsuchte, um sich nachträglich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

Auch André Schnell, Mitarbeiter im benachbarten Feuerwehrmuseum, zeigte sich schockiert. „Ich habe am Sonnabend nach 18 Uhr zwei Streifenwagen gesehen. Jetzt kenne ich den Grund“, berichtete Schnell. Dass am Fernsehturm mal etwas passieren könnte, davor habe er immer ein bisschen Angst gehabt.

„Wie konnte dieses Unglück bloß in unserer Nachbarschaft geschehen?“ Diese Frage trieb gestern auch Ulrike Kaehler um, die seit Jahren im Stadtteil wohnt. Von dem Polizei- und Rettungseinsatz am Sonnabend habe sie trotz der Nähe nichts mitbekommen. Das Schicksal der 31-jährigen Wismaranerin, sagte sie, könne aber niemanden kalt lassen.


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