Winstongolf Vorbeck : 30 neue Mäher auf dem Golfplatz

Auf den Flächen von Winstongolf sorgen nun auch Schwarzkopfschafe für die Grünpflege. Jordan Tschimperle und Stefanie Merchel haben ein Auge drauf.
Auf den Flächen von Winstongolf sorgen nun auch Schwarzkopfschafe für die Grünpflege. Jordan Tschimperle und Stefanie Merchel haben ein Auge drauf.

Das Greenkeeper-Team in Vorbeck hat bei der Pflege des 202 Hektar großen Areals jetzt tierische Unterstützung

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21. März 2018, 05:00 Uhr

Es sind gut 2000 Arbeitsstunden, die für das regelmäßige Mähen des Grüns auf dem Golfplatz Winston-Links allein im vergangenen Jahr zusammenkamen. Für einen einzigen Greenkeeper würde das etwa 2,8 Monate Mähen ohne Pause bedeuten. Nicht machbar. Aber nicht nur deswegen gibt es seit einiger Zeit tierische Unterstützung bei der Rasenpflege auf dem Golfplatz in Vorbeck. „Wir haben Bereiche, die eben extensiv gepflegt werden und auf denen die Schafe nun ganze arbeiten leisten“, sagt Jordan Tschimperle. Der Greenkeeper sieht die 30 schwarzköpfigen Fleischschafe nicht als Konkurrenten in seiner Arbeit, sondern vielmehr als multifunktionale Kollegen. „Sie halten nicht nur den Rasen rund um die Grüns kurz, sondern düngen ihn auch gleich“, erklärt er.

Der Schafkot werden aber nur außerhalb der direkten Spielbahnen verteilt. Momentan liege der Abstand zwischen 10 und 20 Metern. „Direkt auf den Grüns lassen wir natürlich keine Schafe weiden. Da wird sogar noch per Hand nachgeschnitten“, sagt der Greenkeeper. In der Saison bis zu zweimal täglich. Insgesamt ist der gebürtige US-Amerikaner mit seinem Team für mehr als 202 Hektar Grünflache zuständig. Gut 50 Prozent davon werden intensiv gepflegt. Auch Büsche und Bäume werden einmal im Jahr gestutzt.

In den warmen Monaten ist viel zu tun – im Winter ist es dafür etwas ruhiger. Doch auch das hat sich geändert. Denn seit die Schafe im November von der Schäferei in Groß Raden nach Vorbeck umgezogen sind, bedeutet das täglich Arbeit für einen Teil des Golfplatz-Teams. „Gerade bei starkem Frost mussten wir täglich schauen, dass die Tiere auch genügend Wasser haben“, erklärt Stefanie Merchel vom Bereich Marketing. Auch der Betriebsleiter des benachbarten Reitstalls schaue regelmäßig nach den Schafen. „Sie werden gut betreut und bald werden wir noch mehr haben“, sagt Jordan Tschimperle. Die Muttertiere erwarten Nachwuchs. Im April soll es so weit sein.

Bis dahin würden die Tiere aber noch umziehen. „Wir schauen immer mal wieder, wie weit sie das Gras abgefressen haben. Zu kurz soll es ja auch nicht werden“, erläutert der Greenkeeper. Die neuen Aufgaben sind ihm keinesfalls zu viel: „Das ist eine schöne Abwechslung.“ Und Jordan Tschimperle scheint auf dem Geschmack gekommen zu sein. Denn sobald auch seine privates Grünland groß genug ist, will er sich eigene vierbeinige Rasenmäher anschaffen.

„Die sind im Gegensatz zum Maulwurf willkommene Gäste auf den Rasenflächen“, schiebt er hinterher. Gegen den Maulwurf hat er bislang nur ein Mittel: „Lärm und viel Bewegung. Was anderes hilft nicht.“

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