zur Navigation springen

Brückenabriss Schwerin : 30 Nächte bleibt die Schiene kalt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zeitplan für den Brückenbau in der Wittenburger Straße bleibt eng gestrickt / Keine Auskunft der Bahn, wann Züge nicht fahren können

von
erstellt am 18.Dez.2014 | 22:00 Uhr

Noch rauschen sie unter der Brücke entlang, die Züge der Deutschen Bahn. Ob das allerdings auch im kommenden Jahr so bleibt, wenn die Überführung in der Wittenburger Straße erneuert wird, ist fraglich. Bislang heißt es aus dem Amt für Verkehrsmanagement der Stadt, es seien erste Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt worden, das endgültige Ja für beantragte Sperrzeiten stehe noch aus. „Die Bahn war aber bisher sehr kooperativ“, erklärte Carsten Bierstadt vom Amt für Verkehrsmanagement erst vor wenigen Tagen (SVZ berichtete).

Bei der Deutschen Bahn hält man sich jedoch weiterhin bedeckt. Klar sei nur so viel: „Sperrzeiten müssen rechtzeitig beantragt werden. Die Pläne werden für den Fernverkehr sogar zwei bis drei Jahre im Voraus festgelegt. Auf den Kurzstrecken planen wir jährlich beziehungsweise auch halbjährlich“, erklärte Gisbert Gahler, Pressesprecher der Deutschen Bahn. Eine Antwort zum konkreten Fall Wittenburger Straße ließ er sich allerdings nicht entlocken. „Wir sind hier nicht Träger des Verfahrens und wollen jetzt auch nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Es ist ja auch gar nicht gesagt, dass überhaupt Umleitungen oder Änderungen am Fahrplan nötig sind“, so Gahler.

In der Stadtverwaltung freut man sich derzeit jedoch auf die bislang mündlich bestätigten Sperrzeiten. „Wir bekommen das, was wir als Minimum beantragt haben. Das sind in 30 Nächten je vier Stunden“, erklärte Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, gestern auf Nachfrage der Redaktion. Viel sei das jedoch nicht, denn allein 90 Minuten seien notwendig, um die Oberleitungen für die eigentlichen Arbeiten zu verlegen. „Netto bleiben dann für die eigentlichen Arbeiten nur zweieinhalb Stunden übrig. Das ist nicht sehr viel, doch wir sind wirklich dankbar, dass uns die Bahn das überhaupt einräumt, immerhin kam unser Antrag sehr kurzfristig“, betont Smerdka. Eigentlich hätte die Stadt Schwerin jetzt Sperrzeiten frühstens für 2017 beantragen können. „Wir haben das Ganze zwar noch nicht schriftlich, aber das bekommen wir dann kurz vor Baubeginn“, ergänzte der Amtsleiter.

Geht es nach Smerdka, fällt ein langer Winter in diesem und kommenden Jahr aus: „Wir planen den Baubeginn spätestens am 16. März. Bis dahin wird klar sein, wie eventuelle Einschränkungen im Bahnverkehr aussehen könnten. Noch gehen wir davon aus, dass das ausbleibt, denn die Sperrungen der Schienen sind ja nur in den Nachtstunden“, sagte Verkehrsmanagement-Chef.

Eine Antwort der Bahn auf die Frage zu möglichen Fahrplanänderungen blieb gestern bis Redaktionsschluss aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen