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Sukower Fischfarm auf Grüner Woche : 200 Kilo Wels gehen auf Reisen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sukower Unternehmen präsentiert sich ab morgen mit regionalen Filetkreationen auf der Grünen Woche

von
erstellt am 19.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Die Nächte sind kurz und die Arbeitslisten lang – Catharina Haenning von der Sukower Welsfarm steckt mitten in den Vorbereitungen für die Grüne Woche in Berlin. Morgen wird es dann ernst, dann geht es für sie und den Schweriner Koch Theo Krömer in Richtung Bundeshauptstadt. Dort wird die Sukower Welsfarm gemeinsam mit Koch zeigen, was dieser besondere Fisch zu bieten hat.

Seit 2012 gibt es die Aquakultur-Anlage in Sukow. Über 250 000 Afrikanische Welse wachsen in Sukow pro Jahr in einer Halle im geschlossenen Wasserkreislauf heran. „Weil ihre ursprüngliche Heimat Sümpfe und Seen sind, die in den Trockenzeiten fast komplett austrocknen, sind diese Fische besonders robust und anpassungsfähig“, erklärt Catharina Haenning. Die Tiere könnten Sauerstoff aus der Luft atmen, leben ohne Probleme mit ihren Artgenossen im Schwarm zusammen und haben auch sonst wenige Ansprüche an ihren Lebensraum. „Die einzige Bedingung ist, dass das Wasser und die Luft konstant um die 28 Grad warm sein müssen“, erklärt Haenning. Die Energie für die Beheizung der Fischhalle und der Becken erzeuge die benachbarte Biogasanlage aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und Gras, die in der Region angebaut werden.

In der Halle ist es nicht nur kuschelig warm. Das Radio spielt Musik – fast in Disko-Lautstärke. Das bräuchten die Fische. Sie gewöhnen sich schnell an den Geräuschpegel und fühlen sich dadurch nicht von anderen Tönen gestört, erläutert Haenning.

Das Futter für die Sukower Welse besteht neben tierischen auch zu einem großen Teil aus pflanzlichen Bestandteilen und ist frei von Gentechnik. Produziert wird es in Norddeutschland.

Nach gut fünf Monaten werden die Sukower Welse vor Ort geschlachtet und verarbeitet. „So können wir den Fischen einen stressigen Transport ersparen“, erklärt die Welsfarm-Sprecherin.

Gekauft werden kann der Wels direkt vor Ort nach Bestellung sowie zum Beispiel beim Fischer in Schwerin-Mueß. Viele Restaurants in der Region haben den Sukower Wels auf der Karte.

Auf der Grünen Woche zeigt Theo Krömer vom 20. bis zum 29. Januar am Stand 213 in der Länderhalle von MV mit zwei Gerichten, wie vielseitig und schnell der Fisch zuzubereiten ist. „Wir werden ihn gedünstet mit Tomaten-Kuskus servieren und gegrillt auf Himmel und Erde, also Kartoffel-Apfel-Stampf, mit gebratenem Speck“, so der Schweriner Koch. Den Besuch der Grünen Woche nutzt das Team der Sukower Welsfarm, um den Afrikanischen Wels aus Mecklenburg und die Region als Herkunftsort hochwertiger Genüsse noch bekannter zu machen. Eigens dafür werden zunächst 200 Kilogramm frisches Welsfilet mit nach Berlin genommen. „Sollte es nicht reichen, wird nachgeliefert“, fügt Haenning hinzu. Auch Räucher-Wels gehöre neuerdings zum Angebot.

Es gibt Firmen, die auch Welswurst anbieten. „Probiert habe ich das, es schmeckt. Wir setzen aber zunächst auf Filet“, so Haenning. Als besondere Kreation gibt es vom 20. bis 29. Januar in Berlin „Himmel und Erde“ – mit Sukower Wels“, am ihrem Stand.

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