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Sinnloser Tod nach Pöbelei : 17-Jähriger ersticht Schweriner

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Ist ein Menschenleben gar nichts mehr wert? Schon wieder endete ein Streit um nichts tödlich. Ein 32-jähriger Schweriner holte sich an seinem Geburtstag am Sonnabendmorgen etwas zu trinken und ging zu einer Tankstelle.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2011 | 03:32 Uhr

Schwerin | Ist ein Menschenleben gar nichts mehr wert? Schon wieder endete ein Streit um nichts tödlich.

Ein 32-jähriger Schweriner holte sich am Sonnabendmorgen gegen 2 Uhr noch etwas zu trinken und ging zu einer Tankstelle im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz. Es war sein Geburtstag. An der Tankstelle traf er auf einen 17-Jährigen, der ihn anpöbelte. Anstatt die Anmache zu ignorieren, wehrte sich der Ältere mit Worten. Das war sein Tod: Der Jüngere geriet dadurch in Wut, verfolgte sein Opfer und zog nach einem erneu ten Wortgefecht ein Messer. Der 17-Jährige stach im Brustbereich zu und sein Opfer brach auf der Straße zusammen. Dies sah ein Auto fahrer, der sofort die Polizei alarmierte. Als die Beam ten am Tatort eintrafen, hatten sich bereits zehn Menschen dort an gesammelt, mehrere versuchten, dem Opfer erste Hilfe zu leisten . Vergebens - der Niedergestochene verstarb kurz darauf im Krankenhaus.

Unter den am Tatort Wartenden war auch der Täter, den die Polizisten nach ersten Zeugen-Aussagen dann festnahmen. Gegen ihn erließ das Amtsgericht am Sonntag Haftbefehl. Der Jugendliche, so Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann, habe die Tat inzwischen gestanden. Er soll auch nicht unter Alkohol einfluss gestanden haben. Aller dings ist er der Polizei bereits einschlägig bekannt - wegen Körperverletzung und Diebstahls. Jetzt erwartet ihn einen Anklage wegen Totschlags und im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahren Gefängnis.

Erst am Herrentag wurde ein 44 Jahre alter Familienvater auf dem Bahnhof Warnemünde im Streit um einen Bollerwagen erschlagen.

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