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15 Monate nach dem Brand: Baustart für die Laufhalle

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svz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 05:52 Uhr

Weststadt | Der Startschuss für den Wiederaufbau der im Frühjahr 2012 abgebrannten Laufhalle ist gefallen. Die Gründungsarbeiten für den etwa 3,6 Millionen Euro teuren Neubau im Sportforum Lambrechtsgrund auf dem alten Werferplatz an der Von-Flotow-Straße laufen. Dabei wird Kies ins Erdreich gedrückt, das die spätere Stahlkonstruktion tragen soll. Schwerins Laufhalle war am 24. März 2012 abgebrannt. Der Prozess gegen den 22 Jahre alten mutmaßlichen Täter läuft, wird aber durch eine dünne Beweislage erschwert (SVZ berichtete).

Der Wiederaufbau wird komplett aus der Entschädigungszahlung der Versicherung finanziert und orientiert sich an den Anforderungen des internationalen Leichtathletikverbandes. Die Lambrechtsgrund Betriebsgesellschaft mbH (LBG) ist mit dem Bauprojekt beauftragt. Die Firma Echterhoff mit Sitz in Westkappeln bei Osnabrück führt Regie am Bau - bis zur voraussichtlich erst im Frühjahr 2014 stattfindenden, schlüsselfertigen Übergabe der Leichtathletikhalle. Die Konstruktion wird nicht am alten Standort, sondern direkt am alten Werferplatz aufgebaut. Dort gibt es mehr Raum für die 3500 Quadratmeter große Halle. Geplant ist, nach der Grundsteinlegung im August die Stahlkonstruktion hoch zu ziehen. Bis Dezember soll der Innenausbau folgen. Die Laufhalle erhält zwei 200-Meter-Rundbahnen, sechs 60-Meter-Sprintbahnen, eine mobile Kugelstoßanlage, Hochsprung-, Stabhochsprung- und Weitsprunganlagen. Erst nach dem Innenausbau kann der Tartanbelag für die Trainingslaufbahn eingebracht werden.

Der neue Standort direkt am Werferplatz hat auch praktische Seiten: Der Weg zum Stadion verkürzt sich, so dass die Sportler ihr Training bei schlechtem Wetter schneller in die neue Halle verlagern können. Außerdem können die Leichtathleten ihr Spezial- und Techniktraining in der Halle und das Wettkampftraining im Stadion unter freiem Himmel absolvieren. "Die unmittelbare Nähe zum Sportgymnasium mit dem Sportinternat sowie zum Leichtathletikstadion sorgt dafür, dass sich die schulische und leistungssportliche Ausbildung der jungen Talente besser miteinander verbinden lassen", sagt Sportdezernent Dieter Niesen.

Ursprünglich sollte die Leichtathletikhalle schon im Herbst 2013 fertig sein, doch der Bau verzögerte sich. Für Schwerins Sportler bedeutet die Verzögerung von mehreren Monaten, einen weiteren Winter nach Ausweichmöglichkeiten zu suchen. Unter dem Dach der alten, im Jahr 1972 errichteten Laufhalle trainierten neben den Leichtathleten des Schweriner Sportclubs (SSC), die Schüler des Sportgymnasium, Fußballer, Radsportler, Volleyballer, Boxer und Handballer. Die Abteilung Leichtathletik des SSC betreut etwa 300 Kinder und Jugendliche. Zwischen den Jahren 2000 und 2011 hatten die Athleten unter anderem international 13 Platzierungen vom 1. bis zum 6. Platz erkämpft.

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