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24. November 2017 | 01:14 Uhr

Ball des Jahres : 1000 Schweriner feiern ihr Theater

vom

Schwungvoll und mit einem bunten Programm ging der Schweriner Theaterball als gesellschaftliches Ereignis des Jahres über die Bühne. Mehr als 1000 Gäste feierten bis in die frühen gestrigen Morgenstunden.

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2013 | 06:00 Uhr

Altstadt | Es ist der Ball des Jahres in Schwerin, darüber waren sich die mehr als 1000 Gäste des Theaterfestes einig, die bis in die frühen gestrigen Morgenstunden feierten: Eine fantastische Atmosphäre, eine eindrucksvolles Schau der Theaterkunst und ein Programm voller Überraschungen in allen Räumen nach der fast zweistündigen Gala. Selbst um 1.30 Uhr wurde noch Puppentheater gespielt, um 2 Uhr traten Sänger mit Evergreens aus den 20er- und 30er-Jahren auf. "Es tut gut, so ein Fest zu erleben, das zeigt, auf welch hohem Niveau bei uns in Schwerin Theater gemacht wird", sagte OB Angelika Gramkow, die mit Ehemann Erwin zu den Stammgästen des Balls gehört. "Ich finde es toll, wie es dem Team um Intendant Joachim Kümmritz immer wieder gelingt, eine fantastische Festatmosphäre zu zaubern, die Kunstgenuss mit Lebensfreude und Gemütlichkeit verbindet", fügte sie hinzu. Auch Arbeitsministerin Manuela Schwesig, seit vielen Jahren Aufsichtsratsmitglied der Theater gGmbH, war begeistert: "Für mich ist dieses Fest wie ein Kessel Buntes aus Schwerin, Theater in all seinen Facetten auf hohem Niveau."

Das von Ulrike Stern und Prof. Markus Wünsch charmant und unterhaltsam moderierte Programm war ganz auf die bevorstehenden Schlossfestspiele mit der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß zugeschnitten, bot zugleich aber Raum für das Ensemble, um unter Beweis zu stellen, wie jung und dynamisch in Schwerin Theater gemacht wird. Das rockige "Rockato" der Ballett-Compagnie und Passagen aus der Rocky Horror Show brachten den Tänzern stürmischen Applaus, den auch Schauspieler This Maag, der viele Jahre am Staatstheater engagiert war, für seine kulturpolitische Kabaretteinlage erhielt, mit der er die Reform der Theaterlandschaft gekonnt aufs Korn nahm und sogar Mathias Brodkorb, den ersten Kultusminister, der seit Jahrzehnten den Mut hatte, zum Theaterfest zu kommen, zum Lachen brachte. Nur ein Auftritt von Dudelsackspielern wollte nicht so recht ins Programm passen, das eher dem 450. Geburtstag der Mecklenburgischen Staatskapelle hätte mehr Raum geben sollen, wie viele Festgäste bemerkten. Das hielt sie aber nicht davon ab, kräftig in die Tombola zu investieren, so dass mit dem Rekorderlös von 7000 Euro die Tontechnik im Haus verbessert und die Bürgerstiftung der Theaterfreunde unterstützt werden können, wofür sich deren Vorsitzender Dr. Michael Jungrichter bedankte.

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