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Feuerwehr Zickhusen : 100 Jahre, aber kein Spur von alt

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zickhusener Brandschützer feiern runden Geburtstag mit lauten Sirenen, Musik und vielen Lobeshymnen – neues Fahrzeug für den Trupp

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erstellt am 10.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Es klang ein wenig nach Großalarm am Sonnabendmorgen in Zickhusen. Doch nicht etwa ein Brand, sondern vielmehr ein freudiges Großereignis sorgte für die Löschwagen-Kolonne durch den Ort: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zickhusen. Und genau dieser runder Geburtstag wurde groß gefeiert. Nicht nur zahlreiche Einwohner säumten die Straßen, Brandschützer aus den Nachbargemeinden kamen, um den Festumzug zu unterstützen und auch ein wenig Amts- und Politprominenz hatte sich in die Feiergesellschaft eingereiht.

Wehrführer Andy Nitsch nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Mitstreitern und Wegbegleitern zu bedanken, aber auch bei den Familien. Die seien immerhin der Rückhalt eines jeden Brandschützers. Und so soll ein Spruch, geht es allein nach dem Wehrführer, auch für die kommenden 100 Jahre gelten: „Einer für alle und alle für einen.“

Den vielen Dankesworten schloss sich auch Zickhusens Bürgermeister Hansjörg Rotermann an. „Ihr habt in den vergangenen Jahrzehnten viel geleistet und auch in schweren Zeiten zurückstecken müssen“, erklärte er und kam auf den Anfang der 90er-Jahre zu sprechen. Der Ausbau von Wegen und Straßen hatte Vorrang. Die Feuerwehr musste zurückstecken. Dann kam der Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Auch dafür wurde zunächst viel Geld in die Hand genommen. „Aber ohne den Einsatz und die vielen Arbeitsstunden der Kameraden, hätten wir das Projekt nicht so umsetzen können, hätten wir heute kein Dorfgemeinschaftshaus“, betonte Rotermann. Der Bürgermeister hatte noch ein Geschenk – jedenfalls symbolisch. Denn bei der Wahl und auch der Umgestaltung des neuen Mannschafttransportwagens für die Feuerwehr waren die Brandschützer dabei. Das Geld für den neuen Wagen kam jedoch von der Gemeinde und vom Feuerwehrförderverein. Letzter wurde vor zehn Jahren gegründet und hat mittlerweile 22 Mitglieder. Die Zickhusener Feuerwehr hat momentan 28 Aktive. Insgesamt sind 45 Männer und fünf Frauen Mitglied.

Ein großes Lob gab es an diesem Tag zudem von Amtsvorsteher Helmut Haberer: „Die Wehr leistet seit vielen Jahren eine gute Arbeit und sie trägt zum sozialen Leben in der Gemeinde bei – dafür vielen Dank.“

Pastor Markus Seefeld ist zudem immer wieder erstaunt über die Kameradschaft und den bedingungslosen Einsatz für den Nächsten. Er brachte einen traditionellen Feuerwehrspruch, eingebrannt in ein dickes Brett mit: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.“ Gemeindepädagoge Konstantin Manthey hatte es für die Brandschützer gestaltet.

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