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Lokales

16. Dezember 2017 | 17:58 Uhr

Zeitenwende am Lehrstellenmarkt

vom

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erstellt am 11.Mai.2010 | 09:06 Uhr

Schwerin | "So riesig hatte ich mir die Werkhalle nicht vorgestellt." Laura Bluhm und die anderen Schüler der neunten Klasse der Werner-von-Siemens-Schule kamen gestern bei ihrem Besuch der KGW Schweriner Ma schinen- und Anlagenbau GmbH in der Werkstraße aus dem Staunen nicht herau s. Mehr als 20 Auszu bildende beschäft igt der Hersteller etwa von Türmen für Windkraftanlagen derzeit, und es sollen künftig noch mehr werden. So war es kein Zufall, dass der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Helmut Westkamp, am "Tag des Aus bildungs platzes" mit den Lankower Regionalschülern in das Unternehmen gekommen war.

Mit dem Bus-Shuttle hatte Westkamp die Schüler abgeholt - als Sinnbild für die Zeitenwende am Ausbildungs stellenmarkt. "Die Lage hat sich im Vergle ich zu den Vorjahren dramatisch veränder t", so der Agentur-Chef. Das Verhältnis von Bewerbern um eine Ausbildung sstelle zu den gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätzen liege mittlerweile fast bei 1:2. "Früher waren die Lehrstellen ein knappes Gut, heute sind es die Bewerber", erklärte Westkamp. Schulabgänger hätten inzwischen große Chancen , einen Ausbildungsplatz in der Region zu finden. "Ich kann nur an die jungen Leuten appel lieren, diese Chance zu nutzen", so der Leiter der Arbeitsagentur. Umgekehrt müssten die Unternehmen lernen, um die Bewerber zu konkurrieren. Noch nicht in allen Betrieben sei diese Botschaft abgekommen, sagte Westkamp.

Die KGW Schweriner Ma schinen- und Anlagenbau GmbH habe die Zeichen der Zeit erkannt, betonte Ilona Witte, Sachbearbeiterin für Personal: "Wir bilden unsere zukünftigen Fachkräfte selbst aus." Bewerber um eine Lehr stelle müssten neben den entsprechenden schulischen Leistungen vor allem Zuverlässigkeit, Motivation und soziale Kompetenz mitbringen. "Wir verstehen uns als großes Team", erklärte Witte. Bei einem Betriebsrundgang erfuhren Laura und ihre Mitschüler von der Siemensschule, welche Arbeit vor Ort geleistet wird. "Ich möchte meine Ausbildung auf jeden Fall in Schwerin machen", sagte die 15-Jährige.

Mitarbeiter der Schweriner Arbeitsagentur waren gestern auch noch in ande ren Betrieben der Region unterwegs, um unversorgte Schulabgänger und freie Lehrstellen zueinander zu bringen.

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